Jedleseer Friedhof: „Wasserposse“ in Fortsetzungen…

Die jüngste WIFF-Kritik über die Fehlleistungen der „Friedhöfe Wien“ betreffend die erneut defekte Wasserversorgung des Jedleseer Friedhofs hat die Verantwortlichen offensichtlich hyperaktiv werden lassen. Allerdings nicht ohne zweier Versuche, den sagenumwobenen Schildbürgern nachzueifern. Denn so wie schon nach Defekten an den Grundwasserpumpen im Jahr 2018 wurde das von den Friedhofsgärtnern und Besuchern zum Gießen der Blumen benötigte Wasser auch diesmal wieder per Tank mit einem kleinen UNIMOG-Lastenfahrzeug (Tempolimit 25 km/h) vom Simmeringer Zentralfriedhof nach Jedlesee gekarrt. Dies trotz eines vorhandenen Hydranten der Stadt Wien direkt beim Friedhofseingang…

Nach zwei Fuhren wurde der „Lieferservice“ am 30. April dann aber doch wieder eingestellt und die Grundwasser-Versorgungsanlage kurzerhand an das Trinkwassernetz der Stadt angeschlossen. „Jetzt fließt das Wasser wieder, allerdings in Form wertvollen Hochquellwassers“, so Blumengärtner Freisinger zu WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek.
 
Dieser übt erneut Kritik an den „Friedhöfen Wien“ und der zuständigen Stadträtin Sima (SPÖ): „Defekte Grundwasserpumpen könnten doch binnen weniger Stunden praktisch in einem Arbeitsgang getauscht werden. Allerdings nur, wenn neue Pumpen auch greifbar sind. Warum also legt man sich bei dem nicht unerheblichen Pumpenbedarf auf den Wiener Friedhöfen nicht eine gewisse Anzahl von Pumpen auf Lager?. Zudem stellt sich bei den verwendeten Geräten auch die Qualitätsfrage, zumal die nunmehr erneut defekten Pumpen erst im Sommer 2018 fabriksneu eingebaut worden sind“.
 
WIFF wird jedenfalls weiterhin am Ball bleiben. „Immerhin ist es ja nicht uninteressant zu erfahren, wie lange auf dem Jedleseer Friedhof ‚dank‘ mangelnder Managementqualitäten bei den ‚Friedhöfen Wien‘ mit hochwertigem Hochquellwasser gegossen wird“, so Schimanek abschließend.–
Fotos: Franz Hödl.