Jedleseer Lorettowiese: Nach Bürgerprotesten gegen geplanten Skaterplatz attestiert Volksanwaltschaft dem gesamten Bauvorhaben Rechtswidrigkeit

Jedleseer Lorettowiese: Nach Bürgerprotesten gegen geplanten Skaterplatz attestiert Volksanwaltschaft dem gesamten Bauvorhaben Rechtswidrigkeit.

Weil die Gegner des geplanten, von SP, Grünen und VP im Bezirk aber gut geheißenen, Skaterplatzes nächst der Jedleseer Lorettowiese nicht locker ließen und die Volksanwaltschaft eingeschaltet haben, ist jetzt „Feuer am Dach“. Denn die Volksanwaltschaft hat nunmehr den gegenständlichen Bescheid der MA 51, der ja die Grundlage für das gesamte Umbauprojekt auf der Lorettowiese darstellt, als rechtswidrig bezeichnet.
Doch statt diesem Erkenntnis Rechnung zu tragen, putzen sich Bezirksvorsteher Papai&Co. jetzt einfach ab. Der Bezirk habe sich bereits mehrheitlich für das Sport- und Spielstättenprojekt auf der Lorettowiese ausgesprochen, seither „sei die Beteiligung bzw. die Umsetzungskraft des Bezirkes erschöpft“, so Papai.
 skaterplllatz
„Fakt ist“ – so die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald, die in der Sache auch an mehreren Mediationssitzungen teilgenommen hatten – „dass nach wie vor niemand etwas gegen einen Skaterplatz einzuwenden hat. Hier geht’s lediglich um den Standort. Statt in unmittelbarem Wohngebiet wäre die Anlage im Interesse aller und zwecks Vermeidung unweigerlich zu erwartender Dauerkonfrontationen – so wie von WIFF vorgeschlagen und von den Jugendvertretern auch akzeptiert – weitaus sinnvoller auf oder an der nahen Donauinsel zu platzieren“. Zudem herrsche im Lorettobereich akute Parkplatznot, daher sei die derzeit als Parkplatz genutzte Fläche (siehe Foto) unersetzlich.
„Wir fordern die Vertreter von SP, Grünen und VP im Bezirksparlament auf, die Erkenntnis der Volksanwaltschaft zum Anlass zu nehmen, um sich vom Projekt Skaterplatz an der Lorettowiese mit Anstand zu verabschieden und – so wie WIFF und die FPÖ – die Interessen der anrainenden Bevölkerung zu vertreten“, so Schimanek und Turtenwald abschließend.