Jetzt macht sogar schon die SPÖ-Floridsdorf Werbung für WIFF: Bezirksvorsteher Papai & Co. fungieren als „Floridsdorfer Parkplatzklau“

Weil die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald auf Ersuchen vieler Anrainer um Beseitigung einer LKW-Ladezone vor der von einem Reisebüro betriebenen und im Juli 2014 wegen Erfolglosigkeit für immer geschlossenen Postpartner-Filiale in der Schloßhofer Straße 56 nach Monate langen vergeblichen Bemühungen vor wenigen Tagen selbst Hand an diese völlig unnotwendigen Verbotstafeln gelegt und diese mit schwarzen Plastiksäcken verhängt hatten, widmete die Bezirks-SPÖ gestern WIFF eine eigene Presseaussendung. „Und machte damit dankenswerter Weise für uns Werbung“, freuen sich Schimanek und Turtenwald.

„Anarcho-Aktion“ von Schimanek schadet Reisebüro und neueröffneten Taschengeschäft lautete der Titel der SPÖ-Presseaussendung. „Diesen Gedankengängen können selbst wir beim besten Willen nicht mehr folgen. Denn: Wozu benötigen ein Reisebüro und ein Taschengeschäft eine eigene Ladezone für LKW, die zumindest drei der in dieser Gegend überaus gefragten Parkplätze in Anspruch nimmt?“, fragt WIFF-Parteiobmann Hans Jörg Schimanek. Diese LKW-Ladezone für Reisebüro und Taschengeschäft sei wohl ein Unikat in ganz Wien, so der Bezirkspolitiker.

Besonders peinlich ist dabei die angeführte Begründung der SPÖ-Floridsdorf für den Erhalt der wohl unsinnigsten Ladezone im Bezirk: „Diese soll wegen der Anlieferung für das Reisebüro und das neu eröffnete Taschengeschäft erhalten bleiben – das war ein klarer Wunsch der Wirtschaft“, heißt es in der SP-Presseaussendung.

„Wunder über Wunder – die SPÖ als Freund der Wirtschaft“, lacht Schimanek. „Da muss es ein gravierendes Umdenken bei den Genossen gegeben haben. Denn noch vor Wochen hatte der nunmehrige Bezirksvorsteher Papai zwecks Vorstellung bei den Bürgern auf Steuerzahlers Kosten einen Folder an alle 80.000 Postadressen im Bezirk verteilen lassen. Gedruckt wurde der Folder aber nicht wirtschaftsfreundlich etwa von einer der Floridsdorfer Druckereien. Nein, der Auftrag ging – wie in dem Folder kleinstgedruckt angeführt – an die ‚Universitätsdruckerei Klampfer‘ in – man höre und staune – 8181 St. Ruprecht/Raab. Die zahlen ja so wie unsere Betriebe wohl auch fleißig U-Bahn- und andere Steuern in Wien…“

WIFF liegen übrigens Angebote von Floridsdorfer Druckereien vor, die einen solchen Folder in gleicher Qualität und Menge im Vergleich zur beauftragten Druckerei um beinahe die Hälfte hergestellt hätten…“Damit führen Papai und die SPÖ-Floridsdorf ihren ewigen Stehsatz, um jeden Arbeitsplatz kämpfen zu wollen, völlig ad absurdum“, so Schimanek und Turtenwald abschließend.

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Die Säcke, mit denen WIFF die Tafeln der überflüssigsten Ladezone Wiens verhängt hatten, wurden zur Empörung vieler Autofahrer und Anrainer über Betreiben der SPÖ-Floridsdorf wieder entfernt.

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Papai-Folder kostete fast doppelt so viel Steuergeld, als Floridsdorfer Druckereien für die Herstellung verlangt hätten. „Aber diese Betriebe aus dem Bezirk wurden nicht einmal zur Anbotslegung eingeladen. Ob da vielleicht SPÖ-interne Freunderlwirtschaft betrieben wurde?“, fragt WIFF-Parteiobmann Hans Jörg Schimanek.

Fotos: Joschi Tuczai

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Der HEUTE-Artikel.

 

Der Original-Text der SPÖ-Presseaussendung:

„Anarcho-Aktion“ von Schimanek schadet Reisebüro und neueröffnetem Taschengeschäft

Wien (OTS/SPW-K) – Hans Jörg Schimanek ist durch eine eigenwillige Aktion aufgefallen, wie die Tageszeitung „Heute“ am 14.01.2015 berichtete: In der Schloßhofer Straße 56 hat er eine Halte/Parken-Verbot-Tafel mit Müllsäcken überhängt. Dabei handelt es sich um die Ladezone einer ehemaligen Postpartnerfiliale. Diese anmaßende Aktion regt die Nutzer der Ladezone ordentlich auf. „Ende November hat es eine Verhandlung zur betreffenden Ladezone gegeben. Diese soll wegen der Anlieferungen für das Reisebüro und das neueröffnete Taschengeschäft erhalten bleiben – das war ein klarer Wunsch der Wirtschaft“, berichtet
SP-Klubvorsitzender Bernhard Herzog über den Stand der Diskussion.

„Diese Anarcho-Aktion von Hans Jörg Schimanek beweist, dass ihm die demokratischen Spielregeln von gemeinsamen Gesprächen und Verhandlungen nicht viel wert sind. So kann er vielleicht auffallen, aber niemals wirklich etwas verändern“, kritisiert Herzog das eigenwillige Vorgehen von Schimanek.

Im Sommer soll nochmals verhandelt werden, ob die Ladezone von Reisebüro und neueröffnetem Taschengeschäft in entsprechendem Maße genutzt wird. Bis dahin pocht Herzog auf die Einhaltung der rechtsstaatlichen Regel: „Dieser Wahlkampf-Aktionismus bringt nichts. Hans Jörg Schimanek verspricht beim Stimmenfang alles, setzt davon aber nichts um.“