Justgasse: Gemeindemieter warten seit acht Monaten auf Schlüssel – WIFF fordert „angesichts sich häufender Fehlleistungen eine längst fällige Komplett-Prüfung von ‚Wiener Wohnen‘ durch unabhängig Experten aus Finanz, Verwaltung und Technik“.

Im Oktober 2019 wurden in der Gemeindewohnhaus-Anlage Justgasse 29 die Schlösser der Eingangstüren, Kellertüren und der sperrbaren Müllinseln entfernt. Der Austausch werde binnen zehn Tagen erfolgen, wurde den Mietern damals in einem Aushang von Wiener Wohnen versprochen. Tatsächlich gedauert hat der Zylinderaustausch fast vier Monate. Mit Ausnahme des Schlosses für die Müllinsel.

„Das gibt es auch bis heute noch nicht!“, lauten die an WIFF gerichteten Beschwerden verärgerter Mieter. Immerhin wurden die Mülllinseln ursprünglich ja wegen des ausufernden „Mülltourismus“ jeweils mit Zaun und sperrbarer Tür versehen. Für die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald ein neuerlicher Beweis dafür, dass bei „Wiener Wohnen“ nicht nur manches, sondern vielmehr vieles im Argen liegt.
„Stadträtin Gaal ist offenbar leider auch nicht in der Lage, das ihr von ihrem Ressortvorgänger und mittlerweile zum Bürgermeister mutierten Parteigenossen Ludwig hinterlassene Erbe auf Vordermann zu bringen. Wir fordern daher im Interesse der Wiener Steuerzahler eine rasche und vor allem umfassende Prüfung von ‚Wiener Wohnen‘ durch komplett außenstehende und tatsächlich unabhängige Fachleute aus Finanz, Verwaltung und Technik. Denn hier geht es alljährlich nicht um vermeidbare Bagatellschäden, sondern um mehrstellige Millionenbeträge, wie allein in Floridsdorf etwa die Fehlleistungen bei den Langzeitsanierungen in Jedlesee beweisen!“, so Schimanek und Turtenwald.