„Justin tot“ lässt viele Fragen offen…

Sie zählen leider bereits zum „Stadtbild“, die vielen unsäglichen Schmierereien auch an Floridsdorfer Hauswänden. Wenn aber auf einer Wand (Parkplatz Ecke Frauenstiftgassse/Amtsstraße) in ungelenker Schrift der Text „Justin tot“ zu lesen ist, sollte nicht zur Tagesordnung übergegangen werden.

Hier handelt es sich untrüglich um einen jüngeren „Autor“ mit vermutlich schlechten Deutsch-Kenntnissen, der seiner Wut – etwa auf einen Schulkollegen – freien Lauf gelassen hat. In Wahrheit dürfte hinter dieser Aktivität aber weit mehr als nur ein „Lausbubenstreich“ stecken. So agieren Kinder, die von zu Hause aus – oder im Fall von Kriegsflüchtlingen aus Erfahrung – mit Gewalt vertraut sind. Deren Leben in geregelte Bahnen zu bringen, ist Aufgabe der Politik. Hier besteht allerdings ein riesiger Aufholbedarf, verfolgt man nur die Geschehnisse vor allem an vielen Haupt-, ja sogar schon an Volksschulen.
WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek ist nach vielen Gesprächen mit Kinder- und Jugendpädagogen überzeugt: „Wird im Bereich der Kindergärten über die Volks- bis zu den Hauptschulen bei den Pädagogen der Sparstift nicht umgehend zur Seite gelegt, wird die Erhaltung einer immer größer werdenden Zahl mangels entsprechender Ausbildung scheiternder oder sogar straffällig werdender Personen der Allgemeinheit künftig ein Vielfaches jener Summen kosten, die man jetzt durch fatale Fehleinschätzungen einsparen zu können glaubt“. –
Wie gesagt: „Justin tot“…