KG-Siedlung an der Ruthnergasse: „Gegen- statt füreinander…“

Die Floridsdorfer Siedlungsgebiete waren vormals trotz oft unterschiedlicher politischer Einstellung der Bewohner Horte des Miteinander. Leider scheint diese Tugend vor allem in den letzten Jahren oftmals in Vergessenheit zu geraten. Zuziehende ‚Neusiedler‘ verzichten auf grüne Heckenzäune und verstecken sich hinter Betonmauern – ja selbst unter Langzeit-Nachbarn herrscht oft „Eiszeit“.

„Warum,“ – so fragen zwei engagierte Siedler, die WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek zu einem Rundgang durch die Siedlung An der Ruthnergasse 68–70 eingeladen hatten – „warum dürfen etwa Stauden und Bäume ein Nachbargrundstück und das dortige Wohnhaus überwuchern, ohne dass die Verursacher auch nur daran denken, hier etwas zu ändern? Warum fehlt die Toleranz gegenüber tagsüber im Nachbargarten spielenden Kindern? Warum schaut die Behörde weg, wo Sanktionen gegen illegale Zubauten erforderlich wären, lässt aber auf der anderen Seite auf Genossen-Zuruf gleich ganze Einfamilienhäuser abreißen? Und warum lässt man zu, dass in unserer Grünsiedlung plötzlich eine Mauer als Grundstücksabgrenzung errichtet wird?“
 
Fragen, die wohl auch in so manch anderer Kleingartensiedlung aktuell sein dürften…