Kinzerplatz: Strafzettelorgien empören Anrainer und Mitarbeiter des Floridsdorfer Krankenhauses

Hochbetrieb herrscht derzeit bei den Parksheriffs der Stadt Wien auf dem Kinzerplatz in Donaufeld. Kurz nachdem rund um die Kirche neue Parkmarkierungen aufgebracht worden waren, traten unangekündigt die Damen und Herren „in Blau“ auf den Plan und steckten allen Fahrzeugen, die – so wie seit vielen Jahren stets ungestraft üblich – auf nicht markierten Flächen abgestellt waren, Strafzettel unter die Scheibenwischer. Tatsächlich war das beidseitige Parken im Innenbereich des Kinzerplatzes – entgegen die Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung – seit Jahrzehnten toleriert worden, um so dem akuten Parkplatzmangel zu begegnen. Seit Anbringung der neuen Bodenmarkierungen auf jeweils nur einer Fahrbahnseite treten die Parksheriffs tagtäglich auf den Plan. „Es ist schon richtig, dass in den schmalen Gasserln hin zur Kirche laut StVO Parken nur einseitig erlaubt ist. Aber ehe man die Parksheriffs auf die Kraftfahrer los ließ, hätten die Parker auf dem Kinzerplatz zumindest eine Woche lang per Flugblatt unter dem Scheibenwischer auf die neue Situation hingewiesen und gewarnt werden sollen“, kritisiert WIFF-Bezirksrat Ossi Turtenwald das Vorgehen der Behörde. Er könne sich durchaus auch eine Sonderregelung für den Innenraum des Kinzerplatzes vorstellen, zumal im genannten Bereich ja kein Durchzugsverkehr herrscht und es sich um jeweils ganz kurze Fahrbahnen handelt, die praktisch nur mit Schrittgeschwindigkeit befahren werden, so der Bezirkspolitiker abschließend.

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Bildtext:
Gleich zwei „Liebesbriefe“ binnen weniger Stunden fand diese Fahrzeuglenkerin hinter dem Scheibenwischer. Ausgestellt am selben Tag um 8.39 Uhr und um 12.03 Uhr von ein und derselben Amtsperson, allerdings in Form einer Anzeigeverständigung und einer Organstrafverfügung. Und mit zwei unterschiedlichen Deliktvorwürfen..