Kleine Glasscheibe als erneuter Beweis für „Tohuwabohu“ bei Wiener Wohnen

Kleine Glasscheibe als erneuter Beweis für „Tohuwabohu“ bei Wiener Wohnen. Ludwig-Stehsatz „Der Schutz der Bewohner hat oberste Priorität“ dürfte bei den Mitarbeitern noch nicht angekommen sein…

 „Je rascher unsere Servicestellen informiert werden, desto erfolgreicher ist auch unser Einschreiten“ – als die Floridsdorferin Eva SP. aus der Scottgasse diesen Ausspruch des Wohnen-Stadtrates und Floridsdorfer SPÖ-Bezirksobmannes Ludwig in der Kronenzeitung vom 8. August las, kam sie aus dem Staunen nicht heraus. „Da wissen anscheinend die Mitarbeiter nicht, was der Chef gerne hätte“, sagte sich die Frau und wandte sich mit ihrem Erlebnisbericht am 9. August per e-mail an redaktion@wohneninwien.at.
Hier der Originaltext des Schreibens
Sg. Bearbeiter bzw. Bearbeiterin,
 
die Kronenzeitung vom 8. August zitiert 
Wohnbaustadtrat Ludwig:
„Je rascher unsere Servicestellen informiert werden, desto erfolgreicher ist auch unser Einschreiten!“.
 
Am 6. Juli 2014 wurde bei unserem Haustor eine der sechs kleinen Glasscheiben (60×25 cm) eingeschlagen (somit konnte jedermann hindurchgreifen und die Eingangstür von innen öffnen, Anm,). Am 7. Juli meldete ich den Schaden bei unserer Hausbetreuung und bei Wiener Wohnen. Die Freude war groß, als am folgenden Mittwoch ein Herr die restlichen Splitter entfernte – aber danach leider keine neue Scheibe einsetzte. Telefonische Urgenzen meinerseits und auch anderer Mieter blieben erfolglos. Am 17. Juli hörte ich, der Auftrag sei „in Arbeit“.– Gestern ( 8. August, Anm.) kam ich von einem dreiwöchigen Urlaub zurück – die Glasscheibe fehlte immer  noch (freier Eintritt für jeden).
Zitat (StR. Ludwig, Anm.): „Der Schutz der Bewohner hat oberste Priorität“.
 
Mittlerweile sind 33 Tage vergangen und wir warten auf ein erfolgreiches Einschreiten!
 
Als Mieter und Bürger stellt sich für uns nun die Frage: Wenn es Wochen lang nicht möglich ist, dieses Miniproblem zu lösen – wie sieht es dann wirklich mit großen Problemen aus?
 
Wir Mieter verfolgen das  „Problem“ mittlerweile amüsiert weiter – es werden bereits Wetten abgeschlossen – und der allgemeine Tenor lautet: Gott bewahre uns vor einem wirklichen Problem!
 
Die gestellte Rechnung über den Austausch der Glasscheibe sowie der verwaltungstechnische Ablauf würden mich brennend interessieren.  Falls Sie mir antworten, bitte begründen Sie die Wartezeit nicht mit: „Es ist Urlaubszeit!“
 
Im Namen vieler Mieter  verbleibe ich mit freundlichen Grüßen,
Eva SP.
(unter Angabe des  vollen Namens und der Telefonnummer)
5. September: Noch immer keine Glasscheibe
Und weil am 5. September statt einer Glasscheibe noch immer ein Loch in der Stiegeneingangstür gähnte, wandte sich Eva Sp. an WIFF – Wir für Floridsdorf und schickte uns den gesamten Sachverhalt mit nachfolgenden Zeilen:
Hallo, liebes WIFF-Team!
Heute ist der 5. September 2014 und wir haben noch immer keine Glasscheibe! Hoffentlich schafft es Wiener  Wohnen bis zum Wintereinbruch,
mfG., Eva Sp.
Einen Tag nach Erhalt des Schreibens, am Samstag, dem 6. September, fanden sich die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald zu einem Lokalaugenschein in der Scottgasse bei Frau Eva Sp. ein – und vier Tage später kam bereits der hocherfreute Anruf der Frau: „Vielen vielen Dank, der Schaden ist endlich repariert!“
Dazu Ossi Turtenwald kurz und bündig:  „Eine erfreuliche Reaktion auf unsere Intervention bei Wiener Wohnen“.
Scottgasse1 Kopie