Kleines Glücksspiel: SPÖ-Wien will beschlossenes Verbot „aufweichen“

Was verbindet wohl WIFF – Wir für Floridsdorf mit der Sozialistischen Jugend? – Nun, es ist das von beiden geforderte Verbot des Kleinen Glücksspiels („Einarmige Banditen“) in Wien. Während WIFF–Wir für Floridsdorf mit einer Resolution aktiv wurde, gelang den SP-Jugend beim jüngsten Parteitag der SPÖ-Wien ein mehrheitliches JA für das Verbot zu erreichen.
Obwohl an diesen Parteibeschluß gebunden, versucht man jetzt in der SPÖ-Wien, dieses Verbot „aufzuweichen“. Was von Novomatic-Geschäftsführer Franz Wohlfahrt bestätigt: „Ich sehe Signale, dass die Verantwortlichen in der SPÖ versuchen, die Kritiker in der  eigenen Partei von der Notwendigkeit einer Regulierung zu überzeugen“ („Heute“ 8. 2. 2013, Seite 10).

Eine „regulierte Lösung“ würde ausschließlich im Interesse von Novomatic liegen, da nur in deren großem Casino im Prater diese Spielautomaten erlaubt wären. Was klarerweise die sogenannten „kleinen“ Automatenaufsteller und Betreiber auf die Barrikaden treibt, denn ihre Spielautomaten in den kleinen Lokalen würden auch im Falle einer „Regulierung“ a la Novomatic der Vergangenheit angehören. Die „Kleinen“ fordern: „Entweder alle oder keiner!“.

WIFF–Parteiobmann BR Hans Jörg Schimanek hält es  in dieser Angelegenheit mit der Sozialistischen Jugend:
„Wer als acht Jahre in Niederösterreich für das Kleine Glücksspiel Verantwortlicher die Szene in- und auswendig kennt und um die vielen durch das Automatenspiel verursachten menschlichen Tragödien sowohl bei Jung wie auch bei Alt weiß, kann nur für ein absolutes Verbot eintreten. Und wenn Novomatic für den Fall eines Verbotes auf 10.000 illegale Automaten in Wien verweist, mache ich der Stadt das Angebot, gegen Erfolgshonorar mit einem privaten Unternehmen für die Überwachung des Verbots samt Beschlagnahme der illegal betriebenen Spielautomaten Sorge zu tragen!“