„Klimaschutzbezirk“ Floridsdorf: Reine Alibiaktion der Bezirksvertretung.

Mit den Stimmen von SPÖ, FPÖ, ÖVP, Grünen und Neos, aber gegen die Stimmen von WIFF – Wir für Floridsdorf, hat die Floridsdorfer Bezirksvertretung in ihrer jüngsten Sitzung beschlossen, gegen einen Jahresbeitrag von Euro 2.500.– Klimabündnis-Bezirk zu werden.

„Eine reine Alibiaktion, einfach nur um ‚auch dabei zu sein'“, kritisiert WIFF diese Entscheidung.
 
„Die Stadt Wien ist aktives Klimabündnis-Mitglied, das muss ausreichen. Wozu also noch eine zusätzliche, aus unserer Sicht reine Bürokratisierungsebene. Das Bezirksparlament – und hier vor allen SPÖ und Grüne, sollte vielmehr danach trachten, gegen gravierende Umweltsünden im Bezirk anzukämpfen und die rot&grüne Stadtregierung unmißverständlich auffordern, statt leerer Worte endlich auch sinnvolle Taten zu setzen“, so die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald, die ihr ablehnendes Stimmverhalten an Hand einiger Beispiele wie folgt begründen: „So lange diverse Baulöwen dank der ‚verunglückten Ludwigschen Bauordnung‘ und einer höchst reformbedürftigen Flächenwidmung den gewachsenen Charakter unserer Siedlungsgebiete auf engstem Raum durch Errichtung von hohen ‚Betonblöcken‘ zerstören dürfen, Großwohnbauvorhaben wie etwa das direkt an die Siedlung „Wolfsgrube‘ angrenzende Projekt ‚Siemensäcker‘ durch gefinkelte Stückelung an einer Umweltverträglichkeitsprüfung vorbeigeschleust werden kann oder auf dem Pius Parsch-Platz statt des von Bezirksvortsteher Papai (SPÖ) versprochenen Grüns fast nur Beton präsentiert wird, ist in dem Beitritt Floridsdorfs zum Klimaschutzbündnis – übrigens einem privaten Verein – lediglich eine ‚Feigenblattaktion‘ zu sehen!“
 
Die Beispiel-Fotos zeigen ein Mehrparteien-Wohnhausprojekt in der Salomongasse und das Großprojekt „Siemensäcker“.