Konrad Lösch-Hof: Vorzeigemodell, wie es im Gemeindebau auch MITEINANDER geht

Seit Jahren ärgerten sich viele Bewohner des Gemeindebaus Konrad Lösch-Hof im Floridsdorfer Bezirkszentrum über das bis in die späten Abend–, ja sogar Nachtstunden andauernde lautstarke Treiben der Kinder und Jugendlichen im Hof. Auch das Fußballspielen gegen die Hauswände war vielen Bewohnern mehr als ein Dorn im Auge.
Die seit kurzem in Ihrem Bau als Mieterbeirätin tätige Elisabeth Schaden, ihres Zeichens auch Vorstandsmitglied bei WIFF – Wir für Floridsdorf, hat jetzt die Initiative ergriffen und ist auf die fast immer lärmende Schar zugegangen. Ziel des Unterfangens war es, der Jugend klar zu machen, dass es beispielsweise „nicht leiwand“ ist, Essensreste, Eisbecher oder Zuckerlpapier einfach in den Wiesen der Grünanlage zu entsorgen. Und auch, dass auf die ältere Generation im Bau – also auf Großmutter und Großvater – Rücksicht genommen werden muss.
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Das Ergebnis dieses Vorhabens war – von vielen Baubewohnern kaum für möglich gehalten – „geradezu umwerfend“, so Elisabeth Schaden.

„Alle Kinder und Jugendlichen haben bei einer großen Putzaktion im gesamten Hof voll Feuereifer mitgemacht und auch versprochen, künftig mehr Rücksicht auf die übrigen Bewohner zu nehmen“, freut sich die Mieterbeirätin. „Sogar beim Fußballspielen haben wir uns auf gewisse Zeiten geeinigt, damit die älteren Mitbewohner künftig in Ruhe  ihr Mittagsschlaferl machen können“.– Elisabeth Schaden ist jetzt jedenfalls mächtig stolz auf „ihre“ Kinder.