Brutalanschlag der Krankenkasse: Kein Kassenvertrag mehr für Lungeninstitut am Franz Jonas-Platz

Brutalanschlag der WGKK auf Tausende Lungenpatienten: Kein Kassenvertrag mehr für Lungeninstitut am Franz Jonas-Platz. Patienten müssen jetzt in überfüllte Spitalsambulanzen.

Krankenkasse lässt Tausende lungenkranke Patienten im Regen stehen. Keine Verträge der WGKK mehr für Lungeninstitute in Wien. Auch das Floridsdorfer Institut für Atemwegs- und Lungenerkrankungen musste schließen.

Krankenkasse spart

Weil die Wiener Gebietskrankenkasse statt in der Verwaltung bei den Patienten sparen will, mußte kürzlich – so wie in anderen Bezirken – auch das Floridsdorfer Institut für Atemwegs- und Lungenerkrankungen am Franz Jonas-Platz zusperren.

Die Krankenkasse hat nach 16 Jahren eine Verlängerung des Kassenvertrages verweigert. „Aus Einsparungsgründen“, wie es heißt. „Das kommt einem Brutalanschlag der WGKK auf Tausende Lungenpatienten gleich, die jetzt für eine zusätzliche Belastung der ohnehin schon täglich überfüllten Spitalsambulanzen sorgen werden“, sagen die WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald und verweisen darauf, dass diese Vorgehensweise die vor allem von der Politik stets laut angekündigte Entlastung der Spitalsambulanzen und Spitäler selbst Lügen straft.

Heftige Proteste gegen die Kündigung des Kassenvertrages

Heftige Proteste gegen die Kündigung des Kassenvertrages kommen auch von den betroffenen Patienten und deren Angehörigen, die WIFF – Wir für Floridsdorf um Unterstützung ersucht hatten. Immerhin wurden im Floridsdorfer Institut für Atemwegs- und Lungenerkrankungen zahlreiche Behandlungen durchgeführt, die künftig nur noch in den Spitälern erfolgen können.

Krankenkasse

Die von den Universitätsdprofessoren Dr. Wolfgang Popp und Dr. Kaspar Sertl gemeinsam mit vier weiteren Ärzten, vier Assistentinnen, einem Laboranten und einen Sekretariat ambulant getätigten Behandlungen haben vielen der ohnehin geplagten Patienten nicht nur lange Anfahrtswege ins Krankenhaus und Stunden lange Wartezeiten in den Ambulanzen erspart, sondern sogar den einen oder anderen Spitalsaufenthalt.

„Das letzte Wort darf hier noch nicht gesprochen sein!“, sagen die beiden WIFF-Bezirksräte. Sie haben für die nächste Sitzung der Bezirksvertretung einen Antrag vorbereitet, worin Gesundheitsstadträtin Wehsely ersucht wird, die Wiener Gebietskrankenkasse zu einer Verlängerung des Kassenvertrages für das Floridsdorfer Lungeninstitut zu bewegen. Bildtext: Die WIFF-Bezirksräte Ossi Turtenwald (im Bild) und Hans Jörg Schimanek ließen sich direkt vor Ort von Betroffenen bzw. deren Angehörigen informieren.