Kritik an teurer Wärmedämmung bei Wohnanlagen wird immer lauter

Kritik an teurer Wärmedämmung bei Wohnanlagen wird immer lauter. Magazin „Der Spiegel“ auf acht Seiten zum Thema „Volksverd(ä)mmung“:  Universitätsprofessoren und Architekten schlagen Alarm.

Mit dem Versprechen, sich viel Geld bei den Heizkosten zu ersparen, wird tausenden Gemeindemietern und auch Bewohnern von Genossenschafts- oder Eigentumshäusern von Hausherren, Hausverwaltungen und der Dämmstoffindustrie die Wärmedämmung ihrer Hausfassaden schmackhaft gemacht. Und überall, wohin das Auge blickt, werden Häuser mit Dämmstoffen ummantelt.

Kritiker behaupten jetzt allerdings, dass sich die den Mietern und Wohnungseigentümern auferlegten Kosten für die Dämmmaßnahmen trotz laut hinaus posaunter Förderzusagen im Vergleich zu dem Energieeinsparungen zumeist erst nach Jahrzehnten rechnen.“Erst dann nämlich, wenn längt schon wieder eine neuerliche Sanierung der Wärmedämmfassade erforderlich sein wird oder bereits erfolgt ist“, so der deutsche Architekt und „Verdämmungs“-Gegner Konrad Fischer. Und auch die vom weltweit angesehenen Magazin „Der Spiegel“ zitierten Experten schließen sich dieser Aussage vollinhaltlich an.

Derzeit kämpfen Bewohner der Floridsdorfer Eigentumsanlage in der Theodor Körner-Gasse 10 gegen das Vorhaben einer Fassadenerneuerung inklusvie Anbringung einer Wärmedämmung an, was ihnen von der Hausverwaltung schmackhaft gemacht wurde. Sie müssten laut jüngst erhaltenen Kostenplan zehn Jahre lang jeweils zwischen € 800.- und € 2.200.- dafür bezahlen. – Kritisiert wird von den Leuten auch, dass die derzeitige Fassade durchaus noch ansehnlich aussieht.

Neben dem deutschen Architekt Konrad Fischer zählt auch der Wiener Univ.-Professor Dipl.-Ing. Architekt Christoph M. Achhammer zu den Kritikern, die sich kein Blatt vor dem Mund nehmen und sogar von möglichen gesundheitlichen Folgeschäden durch Schimmelbildung in den gedämmten Wohnungen sprechen.

Engagierte Miteigentümer aus der Theodor Körner-Gasse 10 wollen nun anlässlich der von ihrer Hausverwaltung ausgeschriebenen Eigentümerversammlung betroffene Bewohner des Hauses dazu bewegen, sich gegen die geplante Fassadensanierung samt Wärmedämmung auszusprechen. Um Erfolg zu haben, ist die Unterstützung von mehr als 50% der Miteigentümer erforderlich.

Analysen des deutschen Architekten Konrad Fischer: http://www.konrad-fischer-info.de/21315bau.htm

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