„Künstlerische“ Steuergeldvernichtung beim Alten Gaswerk.

Was hat ein alter Gelenksbus ohne Kennzeichen auf einer Grünfläche in der Thayagasse, unmittelbar vor den neuen Wohnbauten auf dem Areal des alten Gaswerkes, zu suchen? Diese Frage stellen sich seit nunmehr 7. September täglich so manche Autolenker und Passanten. Nur wenige nahmen das Gefährt näher in Augenschein, kaum jemand nutzt das „künstlerische Angebot“.

Tatsächlich handelt es sich offenbar um eine „Co-Produktion“ der beiden SPÖ-Stadträtinnen Gaal/Wohnen und Kaup-Hasler/Kultur (siehe Foto) – ein mit Wiener Steuergeld finanziertes „Kunstprojekt“ unter dem Titel „Kunst-Labor“/„Kunst im öffentlichen Raum“.
 
„Das Ganze mag ja gut gemeint sein, aber ob das neue Wohnviertel und vor allem seine Bewohner tatsächlich das geeignete Klientel für derartige Projekte sind, darf bezweifelt werden“, so WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek und kritisiert zugleich auch den unmittelbaren Aufstellungsplatz: „Auf einer Grünfläche hat solch ein Gefährt nichts zu suchen. Wenn der Zustand an der Unterseite des Busses ebenso beschaffen ist wie die angerosteten Felgen, ist die Annahme eines Ölverlustes – und das auf einer Grünfläche – nicht von der Hand zu weisen. Hier bedarf es wohl einer intensiven technischen Überprüfung“.– Fotos: Franz Hödl, PID.