Lärm durch Spielplatzgitter: „Wiener Wohnen“ reagiert mit Halbwahrheiten.

„Wenn Kinder und Jugendliche in den umzäunten Gemeindebau-Spielplätzen die Bälle gegen die Gitter knallen, ist eine beschauliche Mußestunde etwa auf dem Balkon oder im Wohnzimmer unmöglich. Ebenso Fernsehen bei geöffnetem Fenster oder gar ein Nachmittagsschläfchen“ – mit solchen und ähnlichen Beschwerden sehen sich die WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald fast regelmäßig konfrontiert.

 
„Beim Sportamt der Stadt Wien hat man zuletzt unserem Ersuchen um Abhilfe entsprochen und das hohe Begrenzungsgitter der Sportanlage Prießnitzgasse vorbildlich saniert. Sehr zur Freude der bis dahin lärmgeplagten Bewohner von gleich drei Stiegen des benachbarten Gemeindebaues“, erinnern die beiden Lokalpolitiker, um im selben Atemzug deutliche Kritik am Verhalten von „Wiener Wohnen“ zu üben: „Dort hat man unsere auch von der Kronenzeitung veröffentlichte Kritik am Zustand etwa der Gitter um die Spielplätze in der Kendagasse und der Autokaderstraße einfach mit dem Hinweis zurückgewiesen, man habe die Gitter ohnehin ‚vor einem Jahr umfassend erneuert‘. Leider nur eine Halbwahrheit!“ so Schimanek. Denn es reiche nicht aus, Gitter jeweils nur hinter den Toren besser zu fixieren. Eine vor allem fachgerechte Verbesserung hätte auch an den längsseitigen Gittern erfolgen müssen, zumal ja die Bälle auch gegen die starken Lärm erzeugenden Seitengitter geknallt würden.
 
„Daher nochmals unser Rat an Wiener Wohnen: Nehmt euch Zeit für einen Lokalaugenschein in der Sportanlage Prießnitzgasse der Magistratsabteilung 7 (siehe Foto). Dort ist auf einen Blick erkennbar, wie Spielplatzgitter wirklich lärmfrei gemacht werden können. Nicht mittels Metallteil auf Metallteil, sondern jeweils mit lärmdämmenden Hartgummiplättchen dazwischen!“, so Schimanek und Turtenwald an die Adresse von „Wiener Wohnen“ mit dem abschließenden Hinweis: „Bitte künftig immer bei der ganzen Wahrheit bleiben“…
– Fotos: Franz Hödl