Lammaschgasse (GFS): Grün muss Beton weichen – Bürger gehen auf die Barrikaden

Während die Planer der Großfeldsiedlung einstmals – den Erwartungen der künftigen Bewohner und den Vorgaben damals weitblickender Stadtpolitiker entsprechend – für ausreichende Grünflächen zwischen den großen Wohnkomplexen gesorgt hatten, treten nunmehr in den angrenzenden Gartensiedlungen immer häufiger „Baulöwen“ in Aktion. Auf kleinen Grundstücken inmitten gewachsener Siedlungsgebiete werden nach unverständlichen Änderungen von Flächenwidmung und Bauordnung durch die Wiener Stadtpolitik jetzt – wie etwa in der Lammaschgasse – wahre „Gebäudemonster“ errichtet.

„Dort, wo in der schmalen Gasse bis vor kurzem noch ein richtiggehendes kleines ‚Schlössl‘ stand (siehe Fotos, Anm.) sollen jetzt auf engstem Raum 17 Wohneinheiten entstehen. Gleich auf dem Nachbargrundstücke steht bereits ein ähnliches Bauwerk als neues ‚Wahrzeichen‘ unserer Siedlung. Jetzt reicht es uns!“, so zahlreiche Anrainer anlässlich eines gemeinsamen Lokalaugenscheines mit WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek. Sie alle – und mit Ihnen viele Leidensgenossen in anderen Gartensiedlungen in ganz Wien – sehen bei den Verantwortlichen im Wiener Rathaus sofortigen Handlungsbedarf.
 
Heftige Kritik an den Praktiken der rot&grünen Rathauskoalition kommt auch von den beiden WIFF-Bezirksräten Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald, beide selbst Großfeldsiedler: „Wenn Bgm. Ludwig&Co. hier weiterhin den Standpunkt vertreten, ein Errichtungsverbot für derartige Großprojekte in Gartensiedlungen käme einer ‚Ressourcenvergeudung von Grundflächen‘ gleich, müssen sie sich auch den Vorwurf der ‚Bürger- und Menschenfeindlichkeit‘ gefallen lassen!“
 
PS: Ein Tipp an alle interessierten Bewohner der Floridsdorfer Gartensiedlungen: Besuchen Sie am 5. September das Grätzelfest der SPÖ-Floridsdorf in der Nordrandsiedlung (Möllplatz / U1 und S-Bahn-Station) und konfrontieren Sie Bgm. Ludwig&Co. mit Ihren Fragen und Forderungen.