LEERE PARKGARAGEN AN DER U1 IN LEOPOLDAU:

„GELDVERNICHTER“ UND „VORSATZTÄTER“ AUS DEM WIENER RATHAUS WOLLEN OFFENSICHTLICH GENERELLES PARKPICKERL ERZWINGEN.

Rund 1.400 Parkplätze stehen im neuen Parkhaus an der U1-Station Aderklaaer Straße zur Verfügung, 600 sind es im Parkhaus an der U1-Endstelle Leopoldau. Sie sind vornehmlich für die Pendler aus Niederösterreich gedacht, doch diese ziehen es vor, die Gratisparkplätze in den Gassen der Nordrand- und der Großfeldsiedlung zum Abstellen ihrer Fahrzeuge zu nutzen. Sie wollen die Parkgebühr von täglich drei Euro sparen. Dafür herrscht in den beiden um nicht gerade wenig Steuergeld errichteten Parkgaragen tagtäglich gähnende Leere.

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FOTO FRANZ HÖDL

Ein sehr schlechtes Geschäft für die Wiener Steuerzahler – ein sehr gutes für die Betreiberfirma, die von der Stadtpolitik unter Vertrag genommen wurde. Dieses Unternehmen erhält nämlich Monat für Monat eine Garantiesumme aus dem Stadtsäckel überwiesen, denn in dem Vertrag zwischen der Stadt Wien und den Betreibern abgeschlossenen Vertrag wird den Betreibern eine gewisse Auslastung – und damit entsprechende Einnahmen – garantiert. Den Betreibern kann es also egal sein, dass die Garagen fast überhaupt nicht angenommen werden – sie bekommen ja trotzdem ihr Geld.

WIFF – Wir für Floridsdorf kämpft daher schon seit Übergabe der Parkgaragen dafür, dass diese für alle Käufern einer ÖFFI-Fahrkarte – vom Tagesfahrschein bis zur Jahreskarte – gratis benützbar sein sollen. Die im Automat entwertete Fahrkarte soll also auch als Parkticket gelten.

Doch den verantwortlichen Politikern ist es offensichtlich lieber, die Parkgaragen stehen leer, während die Gassen um die S- und U-Bahn-Stationen total verparkt sind, sodass nicht einmal mehr Anrainer vor oder in der Nähe ihrer Wohnhäuser freie Parkplätze finden.

Die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald bezeichnen daher die Verantwortlichen der rot/grünen Rathausmehrheit als VORSATZTÄTER. „Mit diesem verantwortungslosen Umgang mit dem Steuergeld der Wienerinnen und Wiener will man offensichtlich Unzufriedenheit und Ärger in den betroffenen Anrainergebieten schüren, damit sich die Bevölkerung letztlich doch für die geplante Abzocke in ganz Wien, nämlich für das allgemeine Parkpickerl, breit schlagen lässt!“, so WIFF-Obmann Bezirksrat Hans Jörg Schimanek.