Leistbares Wohnen: Tirol zeigt Wien, wie’s geht…

Während Bgm. Ludwig (SPÖ) und seine Genossen immer häufiger das „hohe Mieten–Niveau“ auf dem Privatsektor der Bundeshauptstadt beklagen und die Wiener Gemeindewohnung mit ihrem Quadratmeterpreis von monatlich 7,50 Euro inkl. Betriebskosten, aber exkl. Heizkosten, als soziales Vorzeigemodell bejubeln, beweist das Land Tirol seit kurzem, was unter dem Begriff „Leistbares Wohnen“ tatsächlich möglich ist.

So hat die Stadt Kitzbühel, wo üblicherweise für Wohnungen oftmals Millionen auf den Tisch gelegt werden, der Wohnbaugenossenschaft WE Wohnungseigentum gegen ein jährliches Anerkennungsentgelt einen Baurechtsgrund zur Verfügung gestellt, wo im November 2018 ein Wohnhaus mit 32 Einheiten eröffnet wurde: Monatlicher Mietzins inklusive Betriebskosten und sogar Heizung: 5 (fünf) Euro pro Quadratmeter. Und im Jänner 2021 gab es für die – ausschließlich aus Kitzbühel stammenden – Bewohner zusätzliche ein verspätetes Weihnachtsgeschenk: Aufgrund genauer Durchrechnung wurde der monatliche Mietzins inkl. BK und Heizung nach zweieinviertel Jahren sogar auf 3,93 Euro pro Quadratmeter gesenkt.
 
Inzwischen sind dem Kitzbühler Beispiel schon einige andere Tiroler Gemeinden gefolgt: Schwaz (18 Wohnungen), Baumkirchen/Unterfeld (14 Wohnungen) und Haiming/Zweiselweg (23 Wohnungen). – „Warum“ – so fragt WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek – „will die Gemeinde Wien dieses Tiroler Vorzeigemodell nicht auch in der Bundeshauptstadt praktizieren. Grundstücke hierfür wären ja allemal ausreichend vorhanden – etwa dort, wo zur Zeit die schon vor der Wien-Wahl 2015 so lautstark abgekündigte Wiedergeburt des Wiener Gemeindebaues geplant ist“.