Leopoldauer Straße 68A und 70-72: Statt BIPA und ZIELPUNKT-Filialen sind Wohnbauten geplant – WIFF: „Das ist ein Anschlag auf die in den dort befindlichen Bauten lebenden Menschen!“

Das große Rätselraten um die Areale der ehemaligen BIPA- und ZIELPUNKT-Filialen in der Leopoldauer Straße 68A und 70-72 ist beendet. Laut wortkarger Beantwortung einer diesbezüglichen Anfrage von WIFF durch Bezirksvorsteher Papai in der jüngsten Sitzung des Bezirksparlaments wurden die Flächen „von Privaten gekauft, es sollen dort Wohnungen errichtet werden“.

„Nicht genannt hat Papai in seiner Beantwortung die Käufer der Liegenschaften, daher wollen wir von WIFF den Bezirksvorsteher im Interesse der Bürger gerne ergänzen. Die Leute haben ein Recht zu erfahren, wer auf den beiden schmalen, den dort stehenden Wohnblocks vorgelagerten, Flächen Wohnhäuser hinstellen will, was wohl einem massiven Anschlag auf die Lebensqualität der seit Jahrzehnten dort lebenden Menschen gleichkäme“, sagt dazu WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek. Die Aufkäufer der beiden schmalen Grundstücke entlang der Leopoldauer Straße, die für die Errichtung von neuen Wohnblocks allein wegen des dortigen Umfeldes höchst ungeeignet erscheinen, sind laut WIFF-Recherchen:
Leopoldauer Straße 68A (ehemals BIPA-Filiale): „Urbanbau“ – Gemeinnützige Bau- Wohnungs- und Stadterneuerungsgesellschaft, Wien, deren Geschäftsführer Dr. Josef Ostermayer ja als ehemaliger SPÖ-Kulturminister der Faymann-Ära noch fast allgemein bekannt ist.

Leopoldauer Straße 70–72 (ehemals ZIELPUNKT-Filiale): „Lindauergasse 6 Immobilien-Entwicklungs-GmbH“ in St. Pölten. Diese Gesellschaft hat für das Projekt eine eigene Firma gegründet mit dem Namen „Leopoldauer Straße 70–72 Immobilien-Entwicklungs-GmbH“ mit Sitz in Linz.

Vor einigen Wochen erfolgten in der Leopoldauer Straße bereits Probebohrungen. Um dort Wohnbauten errichten zu können, bedarf es allerdings einer gravierenden Änderung des Flächenwidmungsplanes, „die bei einer unumgänglichen Abstimmung im Floridsdorfer Bezirksparlament aber hoffentlich keine Mehrheit erhalten wird. Solche Flächen müssen nicht zuletzt auch wegen der in nächster Nähe geplanten Verbauung der sogenannten ‚Siemensäcker – wie in der derzeitigen Flächenwidmung vorgesehen – ausschließlich Nahversorgern und Gewerbe etc. vorbehalten bleiben. WIFF steht betroffenen Bürgern auf Wunsch jedenfalls mit Rat und Tat gerne zur Seite“ (email: office@wiff21.at – Tel.: 2700710, ev. Anrufbeantworter), so Schimanek abschließend.