Leopoldauer Straße 70: Umstrittener Wohnblockbau wird zum Desaster.

Dort, wo ehemals eine „Zielpunkt“-Filiale für die Nahversorgung der Bevölkerung gesorgt hat, nämlich in der Leopoldauer Straße 70-72, ist derzeit „der Teufel los“. Statt erster Mauern einer zweigeschoßigen Tiefgarage für einen geplanten Wohnblock ist in der tiefen Baugrube neben Spundwänden, brach liegenden Baugeräten, Schotter und laufender Wasserpumpen kaum etwas zu sehen und zu hören.

Ursache des faktischen Stillstandes an der Baustelle sind regelmäßige Grundwassereinbrüche. „Wir haben schon alles Mögliche versucht, aber das Wasser kommt immer wieder“, so ein Vertreter der dort tätigen Baufirma Swietelsky zu WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek.
 
Inzwischen versucht der Bauherr, die „Leopoldauer Straße 70-72 Immobilienentwicklungs GmbH“, das Projekt an einen Investor zu verkaufen. „Ob das mit den infolge des Wassereinbruchs explodierenden Kosten und den eventuell auch zu erwartenden Spätfolgen zusammen hängt, ist nicht bekannt, derzeit streiten Baufirma und Bauherr jedenfalls, wer die seit Monaten anlaufenden zusätzlichen Kosten schlucken muss“, so Schimanek. Zugleich erinnert der Bezirkspolitiker an die Warnung von WIFF vor möglichen Problemen mit dem Grundwasser noch vor Erteilung der Baugenehmigung.
 
„Die ‚Sozialbau‘ als Besitzer des Nachbargrundstückes Leopoldauer Straße 68 wird schon gewusst haben, warum sie auf eine Wohnhaus-Bebauung verzichtet hat. In Wahrheit hätte für das nunmehrige Problemgrundstück nach dem Konkurs von ‚Zielpunkt‘ entsprechend dem WIFF-Vorschlag und dem Wunsch der Bevölkerung eine der großen Lebensmittelketten als Nahversorger gewonnen werden sollen. Leider sind wir mit entsprechenden Bemühungen gescheitert, zumal auch das Interesse von Bezirksvorsteher Papai, als Vermittler aufzutreten – gelinde gesagt – enden wollend war“.