Leopoldauer Straße: Lärmhölle auf ehemaligen „Zielpunkt“-Areal.

„Wir haben zwar geahnt, dass die Verbauung des kleinen Grundstückes des ehemaligen Zielpunkt-Areals für uns direkten Anrainer kein Honiglecken werden wird, die derzeitigen Lärmhölle wünsche ich aber nicht einmal etwaigen Feinden“ – diese Worte stammen von drei Bewohnerinnen des nur wenige Meter von der Baustelle entfernten Gemeindebaues, die WIFF – Wir für Floridsdorf zu einer Vor-Ort-Besichtigung eingeladen hatten.

Tatsächlich verursacht das Einschlagen der rund 16 Meter langen Spundwände rund um die Baustelle gewaltigen Lärm. Die Mieter der in Richtung Baustelle gelegenen Wohnungen berichten über klirrendes Geschirr und Gläser in den Schränken sowie bebende Fenster und Mauern, ein Öffnen der Fenster während der Arbeiten sei völlig unmöglich.
 
„Die Spundwände sind für die Errichtung der zweigeschossigen Tiefgarage, die in den Grundwasserbereich ragen dürfte, unumgänglich. Zum Glück erfolgte aber vor Baubeginn in den Wohnungen eine Beweissicherung, um etwaige Streitigkeiten bei der Behebung entstehender Schäden zu vermeiden. Der Lärm liegt allerdings selbst bei geschlossenen Fenstern eindeutig weit über der Gesundheitsschädlichkeitsgrenze“, so WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek.
 
Der Bezirkspolitiker regt daher wegen der während der Arbeiten an Null gehenden Wohnqualität zumindest für die betroffenen Anrainer eine finanzielle Entschädigung vor. „Bei einer etwaigen Anzeige müssten die Spundwand-Einschlagungen wegen drohender Gesundheitsschädigung wohl umgehend eingestellt werden – eine Abschlagszahlung käme den Bauherrn mit Sicherheit ungleich billiger“, so Schimanek abschließend.