Leopoldauer Straße: Nahversorger fehlen

„Während die Bezirkspolitiker eine ‚Kommission‘ oder ‚Arbeitsgruppe‘ nach der anderen gründen, sehen sie der infrastrukturellen Negativ-Entwicklung der Leopoldauer Straße tatenlos zu“ – diese Stammtisch-Meinung betroffener Anrainer anlässlich ihrer samstägigen Gasthaustreffen kommt nicht von ungefähr. Immerhin haben in jüngster Zeit in der Leopoldauer Straße nicht nur eine „Zielpunkt“-Filiale, sondern auch ein BILLA-Markt sowie eine BIPA-Filiale die „Rollbalken“ geschlossen. „Gerade in unseren Wohnbereichen gibt es viele Menschen, die über kein Auto verfügen und daher zu Fuß ihre Einkäufe erledigen müssen. Jetzt sind sie gezwungen, per Bus die Besorgungen des täglichen Lebens zu einholen. Was natürlich mit zusätzlichen Kosten verbunden ist. Und Autobesitzer, die früher ihre Einkäufe zu Fuß erledigt haben, belasten jetzt zusätzlich das in der Leopoldauer Straße oftmals angespannte Verkehrsgeschehen“, ärgert sich auch Helmut Sommerer aus der Siedlung Wolfsgrube, seines Zeichens auch Sprecher der Bürgerinitiative gegen die Hochverbauung der „Siemensäcker“. „Hier hätten BV Papai&Co. ein ausreichendes Betätigungsfeld, im Interesse der Bevölkerung aktiv zu werden“, so Sommerer.
Dazu WIFF-Bezirksrätin Jasmin Turtenwald: „WIFF wird mit der REWE-Group (BILLA und BIPA) sowie mit dem Masseverwalter des in Konkurs befindlichen „Zielpunkt“-Betreibers Kontakt aufnehmen und Möglichkeiten ausloten, den einen oder anderen Standort auch durch einen anderen Betreiber zu reaktivieren. Einen Versuch ist das wohl allemal wert“.

Bildtext: Geschlossener BILLA-Standort am Beginn der Leopoldauer Straße.