Lob für BV Papai (SPÖ): Bezirksvorsteher beherzigt Ratschlag von WIFF…und ist erfolgreich.

Jene Autolenker, die ob der unerlaubten Durchfahrt durch das Gewerbegebiet zwischen Angyalföldstraße und Donaufelder Straße kürzlich vom dortigen Betreiber via Anwalt mit jeweils 239,82 Euro Strafe belegt wurden, können aufatmen. Dank der Initiative eines „guten Beraters und Vermittlers“ hat sich Bezirksvorsteher Papai (SPÖ) nach seiner ersten medialen Attacke gegen die laut geltendem Recht nicht unerlaubte „Strafaktion“ (siehe unten) mit dem Betreiber des Gewerbegebietes auf eine erfreuliche Lösung geeinigt: Alle wegen illegalen Durchfahrens Bestraften erhalten den bereits einbezahlten Strafbetrag in Form eines Warengutscheins der dort ansässigen Betriebe ersetzt.
 
„Besonders erfreut über diese Aktion zeigen sich auch die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald, die das ursprüngliche Verhalten des Bezirksvorstehers deutlich kritisiert hatten (siehe unten): „Papai hat sich unseren Vorwurf, statt wilde Attacken gegen den Betreiber des Gewerbegebietes zu reiten, im Interesse der Betroffenen doch besser das Gespräch zu suchen nach dem alten Motto ‚Durch’s Reden kommen die Leut‘ z’samm‘ offenbar zu Herzen genommen. Daher hat er jetzt auch das Lob von WIFF verdient“.
WIFF-Kritik vom 8. Februar:
„Glatteisgefahr“ für BV Papai (SPÖ): Seine unbedachte Reaktion auf Strafen für verbotene Durchfahrten durch Privatgrundstück könnte teuer werden.
 
Weil es an der neuralgischen Kreuzung der B3 / Angyalföldstraße mit der Donaufelder Straße tagtäglich zu langen Staus kommt und seitens der Stadt Wien trotz steter Aufforderungen zum Handeln außer Schweigen nichts kommt, nutzen immer mehr motorisierte Verkehrsteilnehmer einen illegalen Abkürzer durch das angrenzende Gewerbegebiet. „Und das unter Missachtung der deutlich sichtbaren Gebotstafeln oftmals nicht gerade langsam. Was bisher regelmäßig zu beschädigten Lichtmasten und Verkehrsregeln geführt hat“, so Grundstückseigentümer Valentin Krause.
 
Er hat daher eine Firma beauftragt, durchfahrende Lenker zu eruieren, die dann via Anwaltsbrief zur Kasse (Euro 239.–) gebeten und überdies zur Unterzeichnung einer Unterlassungserklärung aufgefordert wurden bzw. werden. „Viele Lenker haben bei unserem Anwalt angerufen und ihr Verhalten bedauert, bei diesen Leuten haben wir die Strafen auf 150 Euro, gerade einmal die Anwaltskosten, reduziert“, so Eigentümer Krause zu WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek.
 
Erbost ist Krause vor allem über Bezirksvorsteher Papai (SPÖ): „Ich sehe schon ein, dass sich ein Bezirksvorsteher für seine Bürger einsetzt, er sollte dabei aber immer im Rahmen des Rechtes bleiben. Und mir vor allem nicht via Zeitung drohen, wenn ich im Interesse und der Sicherheit der Kunden unserer ansässigen Geschäfte und deren Betreiber das mir zustehende Eigentumsrecht einfordere“. – Auch für die WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald ist Papai’s „Schnellschuss“ unverständlich. „Seine Aussage (siehe Artikel in „Österreich“) kommt einer Einmischung in privatrechtliche Angelegenheiten samt Geschäftsstörung gleich, wie man ja anhand von Facebook-Reaktionen leicht erkennen kann. Und das kann teuer werden. Viel klüger wäre es gewesen, sich umgehend mit dem Grundstückseigentümer in Verbindung zu setzen und ein ‚gutes Wort‘ für die ertappten ‚Sünder‘ einzulegen nach dem Motto: ‚Durch’s Reden kommen die Leut‘ z’samm‘. Statt „auf scharf“ zu machen, sollte sich Papai besser für eine Sanierung der ‚Katastrophenkreuzung‘ Donaufelder Straße / Angyalföldstraße stark machen!“.
 
In diesem Zusammenhang erinnern Schimanek und Turtenwald an ihre kürzliche erfolgreiche WIFF-Initiative in einem ähnlichen Fall: „Als während der Monate langen Sperre eines Teilstücks der Siemensstraße täglich hunderte Fahrzeuglenker bei ihrer Fahrt in Richtung Richard Neutra-Gasse oder umgekehrt einen Abkürzer durch das dortige in Privatbesitz befindliche Gewerbegebiet nahmen und der Grundeigentümer letztlich alle Durchfahrer auf Besitzstörung klagen wollte, haben wir umgehend Kontakt mit ihm aufgenommen und gemeinsam mit Verkehrskommissions-Chef Pepi Fischer (SPÖ) erreicht, dass die eigentlich illegale Durchfahrt bis zur Wiedereröffnung der Siemensstraße toleriert wurde“.