Ludwig’s Mär vom „Temporären Wohnen“ in Floridsdorf… Ein Bauwerk, dass von Beginn an Probleme macht

241 Wohnungen „auf Zeit“ werden derzeit in der Siemensstraße 142 errichtet. Wer dort einzieht, muss spätestens in zehn Jahren wieder ausziehen, denn dann sollen die Wohnblocks wieder abgerissen werden. Weil Wohnen in Betriebsgebiet laut Bauordnung nicht erlaubt ist und man sich im Ressort von Wohnen-Stadtrat Ludwig (SPÖ) daher die Idee vom „Temporären Wohnen“ hat einfallen lassen, um die Bauordnung zu umgehen.So nach dem Motto: Wer weiß schon, was in zehn Jahren alles passiert…
„Glücklich war die Standortwahl allemal nicht. Denn der Bauträger KALLCO (eine Privatstiftung) dieses Ludwig-Auftragsprojektes hat auch eine nur wenige Meter entfernt liegende und durchaus ansprechende Wohnsiedlung errichtet. Kein Wunder, dass die dortigen Bewohner, die ja viel Geld für ihre Wohnungen auf den Tisch gelegt haben, auf die Barrikaden steigen“, sagt WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek, an den sich einige Betroffene um Rat und Unterstützung gewandt haben. –
Und schon die Bauarbeiten sorgen für Wirbel, heißt es doch für die direkten Anrainer: „Fenster nur während der Nacht öffnen!“. –
„Wir Anrainer sind einer enormen Schmutz- und Lärmbelastung ausgesetzt. Unsere Hausfassade, unsere Fensterbänke und Fenster sind total verschmutzt, Staub dringt durch den kleinsten Spalt eines geöffneten Fensters. Bei dieser Hitze einfach nicht aushalten“, schildert Anrainer Karl St. die täglichen Zustände. Doch der Bauträger putzt sich im wahrsten Sinne des Wortes ab. „Bauarbeiten rufen halt eine gewisse Lärm- und Staubentwicklung hervor“, heißt es dort. „Bei denen man aber auch etwas sorgfältiger agieren könnte“, so dazu die Anrainer, die auch die Einhaltung des laut Bauordnung vorgegebenen Abstandes zu ihren Wohnungen bezweifeln.
Karl St. hat nunmehr eine Unterschriftenliste aufgelegt, um gegen die Verursacher vorgehen zu können. Mittels seiner Rechtsschutzversicherung will er den Bauriesen „in die Knie zwingen“. (Fortsetzung zum Thema „Temporäres Wohnen ein Flop?“ folgt…)