Magistrats-Posse um Floridsdorfer Markt-WC endlich beendet – Marktamt bedarf dennoch dringend einer „Evaluierung“…

Nach den seit November des Vorjahres andauernden Versuchen des Magistrats, mit den sagenumwobenen Bürgern von Schilda in Wettstreit zu treten, hat die behördliche Posse um Ersatz-WC’s für den Floridsdorfer Markt jetzt doch ein positives Ende gefunden. Seit wenigen Tagen sind die seit dem Vorjahr in Betrieb gewesenen und für Baustellen zwar ausreichenden, für einen Marktbetrieb mit hauptsächlich Lebensmittelverkauf aber völlig unhygienischen Mobil-WC’s ohne Wasseranschluss endlich Geschichte.

„Erfreulich, dass Umweltstadträtin Sima (SPÖ) auf die mehrfache Kritik von WIFF doch reagiert und die Aufstellung einer modernen, beheizten, sowie mit Warmwasser und einer Entsorgungsleitung direkt in das Kanalsystem ausgestatteten Container-WC-Zeile angeordnet hat“, sparen daher die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald auch nicht mit Lob an die Adresse der Umweltstadträtin.
 
Wenig hingegen können die beiden Bezirksräte dem Versuch von Bezirksvorsteher Papai (SPÖ) abgewinnen, der diesen Erfolg via „Eil-Aussendung“ flugs auf seine Fahnen zu heften versuchte. „Zuvor hat sich der sonst stets sehr laut vernehmbare Herr Papai in dieser Sache – für ihn völlig ungewöhnlich – nur in ’nobles‘ Schweigen gehüllt. Aber sei’s drum, wichtig ist, dass die hygienischen Zustände a là ostanatolische Bergdörfer endlich Geschichte sind“, so Schimanek.
 
Beim Marktamt selbst sehen die beiden WIFF-Bezirkspolitiker hingegen dringenden „Evaluierungs“-Bedarf. „Wenn Mitarbeiter des u. a. für die Wahrung hygienischer Zustände bei Gastronomie oder Lebensmittelhandel zuständigen und stets sehr streng amtshandelnden Wiener Marktamtes öffentliche Kritik mit dem Ratschlag beantworten, die Floridsdorfer Standler mögen halt von zu Hause Wasserkocher und Lavoirs zum Händewaschen mitbringen (siehe Kronenzeitung-Bericht im Anhang), darf man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen“, so Schimanek und Turtenwald abschließend. –
Fotos: Franz Hödl.