Marchfeldkanal: Biber werden wieder aktiv – Forstamt bleibt inaktiv…

Mit dem frühlingshaften Wetter werden auch die Biberkolonien an den Ufern des Marchfeldkanals wieder aktiv. Und weil sich Wiens Forstdirektor Dipl.-Ing. A. Januskovecz und sein Team im Gegensatz zu Niederösterreich offenbar auch heuer nur für „Alibiaktionen“ entschieden haben, sehen viele Nutzer der Uferregionen des Marchfeldkanals – sowohl auch finanziell geschädigte Kleingärtner wie auch Sportler und Spaziergänger – den nächsten Monaten mit gemischten Gefühlen entgegen.

Denn vor den Bibern ist kein Baum sicher. Und die Folgen plötzlich umstürzender Bäume können ja bekanntlich sehr fatal sein. „Nach unseren Beschwerden hat das Forstamt Gitter für die Sicherung der Bäume in den Gärten verteilt, diese Gitter werden aber von den Tieren binnen Kurzem durchgebissen, um an das begehrte Holz der Stämme zu gelangen. Schade um das Geld für solche Alibiaktionen“, zeigt sich ein Kleingärtner im Gespräch mit WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek schon etwas resignierend.
 
Dieser erinnert die Fehler der Vergangenheit: „Damals hat man versucht, dem stets geringer werdenden Biberaufkommen durch Importe aus Kanada entgegen zu wirken. Die Tiere aus den kanadischen Wäldern haben sich zwar rege vermehrt, allerdings dürfte sich bei der Fortpflanzung die stärkere und auch aggressivere Rasse des kanadischen Biber durchgesetzt haben“.
 
Schimanek fordert daher eine engere Zusammenarbeit zwischen dem Forstamt der Stadt Wien und der Tierärztlichen Hochschule, um gemeinsam zielführende Abwehrmaßnahmen zu erarbeiten.