„Marktamt aktiv“: Schlingermarkt-Belebung durch Parkstrafen-Wucher.

Seit Jahren schwadronieren SPÖ-Bezirksvorsteher Papai&Co. in trauter Zweisamkeit mit dem Wiener Marktamt von der Belebung der Floridsdorfer Marktes, im Volksmund Schlingermarkt genannt. Sogar ein aufwändiges Langzeitkonzept gibt es bereits. Derzeit allerdings befleissigen sich die Mitarbeiter des Marktamtes (MA 59) unter Stadträtin Sima (SPÖ) einer Kundenvertreibung ersten Ranges. Wer mit seinem Auto mangels Platz in der Kurzparkzone zwecks Einladen seiner Einkäufe auch nur kurzzeitig in der Verbotszone entlang der Marktstände steht, wird – wie aus einem Bericht der Kronenzeitung (siehe Unten) zu entnehmen ist – im Vergleich zu den üblichen von Parksheriffs in Wien verhängten Geldbußen mit regelrechten Wucherstrafen (110.– Euro) belegt.

„Damit vertreiben Sima&Co. auch noch die letzten Kunden des Marktes“, bringt es WIFF-Bezirksrat Ossi Turtenwald die derzeitige Situation auf den Punkt. – Entgegen dieser Emsigkeit beim Inkasso agiert das Marktamt hingegen in der Frage zusätzlicher Parkplätze – wenn überhaupt – im Schneckentempo. So etwa wartet ein von WIFF bereits in der Juni-Sitzung 2017 (!) des Bezirksparlaments eingebrachter Antrag auf Umwandlung der zur Zeit von Montag bis Samstag geltenden Halteverbotszone entlang des Bauernmarktbereiches zumindest teilweise in eine von Montag bis Donnerstag geltende Kurzparkzone nach wie vor auf Erledigung.
 
„Das derzeit geltende ganzwöchige und daher unsinnige Halteverbot kommt geradezu einer Parkplatzvernichtung gleich, zumal das Verbot ja nur während der Bauernmarktzeiten an Freitagen und Samstagen Sinn macht“, so WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek, der zugleich Stadträtin Sima (SPÖ) auffordert, ihre Marktamtsriege endlich auf Bürgerlinie zu bringen.