Massierte Politkonfrontationen vor Wahlen sind vezichtbar – TV-Sender ersparen sich durch diese „Ersatzprogramme“ Millionen

WIFF – Wir für Floridsdorf: ORF und Puls4 sparen durch die unsäglichen Wahlkonfrontationen Millionen. Statt ansprechendem Programm werden die Zuseher mit unzähligen und zum Großteil verzichtbaren Politiker-Konfrontationen gequält.

hansjoerg„Normalerweise kümmern wir uns nur um Floridsdorfer Belange, aber die Reaktionen aus der Bevölkerung nach der Lawine von zumeist verzichtbaren Konfrontationen der einzelnen wahlwerbenden Politgranden haben uns zu einer breiter angelegten Umfrage bewogen“, sagt WIFF-Landesparteiobmann BR Hans Jörg Schimanek. „Wir haben damit aber keine Agentur beauftragt, dazu hätte uns auch das nötige Kleingeld gefehlt, sondern sind selbst ‚unter die Leut‘ gegangen“.

Das Ergebnis dieser Umfrage ist – für die Fernsehsender ORF und Puls4 – wenig schmeichelhaft. „Mit Ausnahme dreier Personen, die die Politauftritte ‚ganz lustig‘ fanden, sprach sich eine übergroße Mehrheit gegen eine derartige Massierung von Politikern zu besten Sendezeiten aus“, so Schimanek.

Für die Sender selbst hat diese Vorgangsweise Millionen an Einsparungen gebracht. Denn solche Konfrontationssendungen sind im Vergleich zu angekauften oder selbst produzierten Programmen geradezu spottbillig. „Dafür sind uns allerdings unsere Teilnehmergebühren zu schade“, so Schimanek abschließend.

Jasmin

 

Jasmin Turtenwald, WIFF-Vorstandsmitglied: „Ich kenne kaum jemand, der sich an den Konfrontationen erfreut hat“.

 

 

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Nicole Rottensteiner, WIFF-Vorstandsmitglied: „Jetzt haben die Zuseher in den nächsten Jahren ja Gelegenheit, den Wahrheitsgehalt der gemachten Politversprechen zu prüfen“.

 

 

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Johann Kirchner, LPO-Stv.: „Als alter Polithase kann ich nur dazu sagen: Da wurde gelogen, dass sich die Balken bogen“.

 

 

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LPO-Stv. BR Ossi Turtenwald: „Wenn man daran denkt, dass unser Land künftig von – mit Ausnahmen – solchen Leuten regiert wird, kann einem angst und bange werden“

 

 

LPO BR Hans Jörg Schimanek: „Ich rate den Viel- und Großrednern, sich ein Beispiel an Finnland oder Dänemark zu nehmen. Dort hat man es in den letzten Jahren nicht bei Worten bewenden lassen, sondern hat Taten gesetzt. Beispiel gefällig: In Dänemark hatten sich rund 60.000 Lehrer gegen eine längere Arbeitszeit ausgesprochen und sind in den Streik getreten. Und wie hat die dänische Regierung auf derartige Erpressungen reagiert? – Sie hat die Lehrer vier Wochen lang aus den Schulen ausgesperrt, während dieser Zeit ein entsprechendes Gesetz beschließen lassen und die Lehrer vor vollendete Tatsachen gestellt . Und plötzlich funktioniert wieder alles im Lot.