MENSCHENVERACHTENDE ENTSCHEIDUNG DER SPÖ-STADTRÄTE ULLI SIMA UND MICHAEL LUDWIG

GRUNDWASSEROPFER IN DER SIEDLUNG WOLFSGRUBE BLEIBEN NACH „NJET“ AUS DEM WIENER RATHAUS – UNVERSCHULDET – AUF SECHSSTELLIGEN SANIERUNGSKOSTEN SITZEN.

Als sich vor mehr als zwei Jahren rund 50 Bewohner in ihren Einfamilienhäusern in der Siedlung Wolfsgrube sowie in einigen anderen Bereichen von Leopoldau und im 22. Bezirk mit bis zu einem Meter hoch überschwemmten Kellerräumen konfrontiert sahen, stand vielen von ihnen die Verzweiflung ins Gesicht geschrieben. Trotz Wochen langem Pumpen und Feuerwehreinsätzen – die von den Betroffenen selbst bezahlt werden mußten – drang immer neues Wasser in die Keller. Binnen Wochen waren die Wände durchfeuchtet und Möbeleinbauten kaputt, überall breitete sich Schimmel aus. Die Ursache des Übels: Langzeitregenfälle, die den Grundwasserspiegel vom Tullnerfeld und dem Marchfeld bis zu uns nach Floridsdorf rapid ansteigen ließen.

Niederösterreich reagierte sofort und stellte ein Investitionsvolumen von über 12,3 Mio Euro sowie Soforthilfe für die betroffenen Familien zur Verfügung. Nicht so Wien: Trotz massiver Forderungen von WIFF – Wir für Floridsdorf stellten sich die Verantwortlichen im Wiener Rathaus (der Floridsdorfer und Stadtrat Michael Ludwig und seine Amtskollegen Ulli Sima) taub. „Hätten die Leute ihre Keller nicht so tief gebaut“, ließ man ihnen ausrichten. Dass die Häuser streng nach den Auflagen der Baupolizei errichtet und auch behördlich kommissioniert wurden, ließ die Rathaus-Granden völlig kalt. Lediglich Wien-Energie half durch eine Reduzierung der Stromkosten, die durch das Wochen lange Abpumpen des Wassers angefallen waren.

Doch auch die Floridsdorfer Bezirkspolitik ließ mehrheitlich die Flutopfer im Stich. Bezirksvorsteher Lehner verwies auf eine mehr als dubiose Stellungnahme des Magistrats und FPÖ-Bezirksvorsteher-Stellvertreter Mörz kramte in seiner Wissenskiste als Bauexperte und fand die Schuld – so wie die „Fachleute“ im Wiener Rathaus – allein bei den Siedlern. „Hätten sie nicht so tief oder wenn schon, dann mit dichten Wannen gebaut“, so Mörz.

Neben WIFF– Wir für Floridsdorf forderten und fordern auch die DFZ – DIE FLORIDSDORFER Bezirkszeitung und mehrfach auch die Kronenzeitung Unterstützung für die betroffenen Familien. Doch das Rathaus bleibt nach wie vor bei seinem „Njet“, nach dem Motto „Was Niederösterreich tut, ist uns völlig wurscht“…–

Doch wir von WIFF haben uns nicht abschrecken lassen. Mangels – noch – eines eigenen Abgeordneten im Wiener Gemeinderat mußten wir uns eine Partei suchen, die bereit war, im Interesse der betroffenen Siedler im Wiener Gemeinderat einen Antrag auf die Setzung von Maßnahmen zur künftigen Verhinderung ähnlicher Überflutungen und auf Zuerkennung von Hilfsgeldern für die geschädigten Familien zu stellen.

Nach einer ersten Zusage von FPÖ-Gemeinderat Toni Mahdalik gab es in der Folge trotz mehrfacher Nachfrage durch WIFF-Obmann Bezirksrat Hans Jörg Schimanek nicht einmal eine Absage, sondern nur Stillschweigen. Einer Information aus dem FPÖ-Rathausklub zufolge hatte die FPÖ-Floridsdorf massiv gegen die Unterstützung des WIFF-Ersuchens protestiert. Parteipolitisches Denken erhielt hier leider den Vorzug vor der Unterstützung massiv geschädigter Mitbürger.

In der Folge trat WIFF an ÖVP-Floridsdorf-Obmann und Gemeinderat Norbert Walter heran. Nach Studium des Sachverhaltes erklärte sich Walter dann sofort bereit, einen Antrag auf Durchführung von Sanierungsmaßnahmen und finanzieller Hilfeleistung für die Betroffenen im Wiener  Gemeinderat einzubringen. Leider wurde dieser Antrag kürzlich in beiden zuständigen Ausschüssen von der rot-grünen Mehrheit abgelehnt. Zur Ehre der FPÖ sei gesagt, dass sie diesen Antrag – nunmehr der ÖVP – unterstützt hat.

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