Mitterhofergasse: „Achtung! Tief fliegende Müllsäcke!“…

Diesen spätabendlichen Spaziergang mit Hund am 24. August wird das Ehepaar Sch. wohl nicht so schnell vergessen: Kaum hatten die beiden den Durchgang durch den ersten Wohnblock im Floridsorfer Dr. Franz Koch-Hof in der Mitterhofergasse passiert, da krachte ein von oben kommendes Eistee-Packerl neben ihnen auf den Boden.

„Als ich an dem 16 Stockwerke hohen Wohnblock hinauf nach dem Verursacher suchte, kam uns schon als nächstes Geschoß ein prall gefüllter Müllsack entgegen“, berichtet Wolfgang Sch. sein Erlebnis an WIFF. Er habe kurz darauf gegen 23.10 Uhr via Notruf 133 die Polizei verständigt, sei aber dort „sozusagen abgewimmelt“ worden.
 
„Die Beamtin am anderen Ende der Leitung zeigte sich zwar schockiert, teilte mir aber mit, keine Beamten vorbei schicken zu können, da ich selbst ja nicht wisse, von wo aus der Müllsack geworfen wurde. Zudem würden die Beamten nicht im Müll nach Gegenständen suchen, die auf einen etwaigen Absender hinweisen könnten. Anders wäre es, hätte der Müllsack meine Frau, mich oder unseren Hund getroffen. Meine Frage an die Beamtin, ob ich erst erschlagen werden müsse, damit die Polizei einschreite, wurde lediglich bejaht. Ich möge mich halt an Wiener Wohnen wenden“, so der Betroffene zu WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek.
 
Er habe danach auch den Journaldienst von „Wiener Wohnen“ kontaktiert. „Die haben gesagt, der Fall sei Sache der Polizei, man könne nichts unternehmen. Man werde aber am Montag den Müllsack wegräumen lassen“, so Wolfgang Sch.
 
Für die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald ist die Sachlage klar: „Da es sich hier um eine wenn auch nicht vorsätzliche Gefährdung von Leib und Leben handelt, hätte die Polizei unbedingt einschreiten müssen. Der Müllsack wäre sicherzustellen gewesen, man hätte zumindest nach Hinweisen suchen lassen müssen, die auf den ‚Absender‘ schließen lassen könnten. Gleiches gilt selbstverständlich für ‚Wiener Wohnen‘ bzw. für die Waist Watcher der Stadt Wien!“