Nach Baustopp: Wird neuer Bebauungsentwurf für Nordrandsiedlung vom wienweiten Beispiel zum „Flop“?

Nach mehrjährigem Baustopp in der Nordrandsiedlung liegt seit 29. April bei der MA 21 ein neuer Flächenwidmungsentwurf zur Einsicht auf. Allerdings haben die Bewohner und Siedlervereinsobmann Gottfried Krause nur noch bis 10. Juni Zeit, um Einsprüche und Änderungswünsche vorzubringen. „Von denen es mit Sicherheit einige geben wird“, ist WIFF-Bezirksobmann Hans Jörg Schimanek überzeugt.

Denn von den ursprünglichen Forderungen der Siedler vor allem nach mehr Grün statt Beton seien in dem Papier einige besonders wichtige Punkte nicht berücksichtigt worden. „Die neuen Bebauungsbestimmungen könnten beispielgebend für alle Wiener Siedlungsgebiete sein“, ist Schimanek überzeugt.
 
„Wenn man aber u. a. nach wie vor ermöglichen will, auf ein zweigeschoßiges Bauwerk noch eine ‚Überbauung‘ von 4,5 Meter draufzusetzen und wenn es künftig gestattet sein soll, auf einem ungeteilten Grundstück vier Wohneinheiten inklusive vier oder mehr Pkw-Abstellplätze samt Rangierflächen zu errichten, dann dürften von den Stadtpolitikern Begriffe wie ‚Klimaschutz‘ und ‚Mehr Grün statt Beton‘ absolut nicht mehr in den Mund genommen werden, ‚weil für einen Garten kein Platz mehr bleibt‘, wie Siedlerobmann Krause in seinen ‚Siedlernachrichten‘ deutlich macht“. – Der WIFF-Mandatar erhofft sich jedenfalls im Bezirksparlament eine mehrheitliche Ablehnung des Entwurfes und eine „raschest mögliche Änderung entsprechend den Siedlerwünschen und wohl auch der Allgemeinheit“.