Nach Brand auf dem Frachtenbahnhof mit zwei Toten: Peinliche Stellungnahme der ÖBB

Einige Tage nach dem Brand eines auf dem Gelände des ehemaligen ÖBB-Frachtenbahnhofes in der Angerer Straße abgestellten Waggonwracks, bei dem zwei Obdachlose ums Leben gekommen sind und eine Person schwer verletzt wurde, folgte offenbar angesichts der zahlreichen Medienberichte nach Tagen auch eine „Stellungnahme“ der ÖBB. „Diese sogenannte Stellungnahme hat es ‚in sich‘ !“, sagt WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek. Statt nämlich zumindest die Prüfung eines etwaigen eigenen Fehlverhaltens in Aussicht zu stellen, verwies ein Sprecher der ÖBB lediglich darauf, dass das Bahngelände ja nicht betreten werden dürfe und man in Zukunft verstärkte Kontrollen durchführen werde.

WIFF hat nunmehr – wie berichtet – der Staatsanwaltschaft eine Sachverhaltsdarstellung übermittelt. „Immerhin haben wir bereits im September 2013 in einem von allen Parteien angenommenen Antrag die Umweltstadträtin Sima ersucht, die ÖBB zu einer Sanierung der unhaltbaren Zustände auf dem Gelände des Frachtenbahnhofes anzuhalten und explizit auf die akute Brandgefahr in dem von Obdachlosen als Unterkunft genutzen Waggonwrack hingewiesen. Da bis Jänner 2015 nichts geschehen ist, haben wir neuerlich vor etwaigen schwerwiegenden Folgen gewarnt – leider gab es auch auf diese Warnung keinerlei Reaktion seitens des Wiener Umweltressorts oder der ÖBB. Daher erscheint hier eine etwaige Mitschuld an der Brandkatastrophe durchaus im Bereich des Möglichen zu sein“, sagen die WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald.

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