Nach Ludwigs „Nein“ zum Bau neuer Gemeindebauten macht sein Chef Häupl eine Kehrtwendung…

Heute „Hü“ und morgen „Hot“: Nach Ludwigs „Nein“ zum Bau neuer Gemeindebauten macht sein Chef Häupl eine Kehrtwendung…

Noch vor wenigen Monaten hat der Wiener Wohnen-Stadtrat und Floridsdorfer SPÖ-Bezirksobmann Ludwig einen ÖVP-Vorstoß von Gemeinderat Norbert Walter abgeschmettert, der den Bau neuer Gemeindewohnungen vorgeschlagen hatte. „Aus finanziellen Erwägungen usw. usw…“ – so Ludwig – sei der Bau von neuen Gemeindewohnungen nicht sinnvoll. – Offenbar mangels anderer Wahlzuckerl hat man sich bei der SPÖ jetzt doch entschlossen, die Ludwig-Aussage zu widerrufen. Unter dem Motto: „Der Schlüssel zu neuen Arbeitsplätzen: Wir bauen wieder Gemeindewohnungen!“ kündigen Bgm. Häupl und seine SPÖ in Zeitungsinseraten das „neue Gemeindebauzeitalter Wiens“ an.

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Was hat eigentlich die SPÖ mit dem Bau von Gemeindewohnungen zu tun. Gebaut werden solche Wohnungen immer noch mit dem Geld der Steuerzahler. Und damit sollte man sehr sorgfältig umgehen. Bisher hat die Gemeinde Wien und in ihrem Auftrag Wiener Wohnen aber offenbar von einem solchen Spargedanken noch nichts gehört. Daher sei hier in Erinnerung gerufen: Wer nicht einmal im Stande ist, „gebrauchte“ Gemeindewohnhausanlagen ordnungsgemäß und sparsam zugleich zu sanieren, dem kann man wohl auch den problemlosen und kostensparenden Bau von neuen Gemeindewohnungen kaum zutrauen. Hier seien nur die Floridsdorfer Beispiele Frömmlgasse, Aistgasse/Kainachgasse oder Pragerstraße 93–97 angeführt…

Neue Arbeitsplätze durch den Bau von Gemeindewohnungen?
Ja, aber nicht für heimische Firmen und deren Arbeiter!

Empörung über Häupls „Schlüssel zu neuen Arbeitsplätzen“ herrscht beim einschlägigen Gewerbe. Seit beispielsweise bei der Vergabe von Wohnbau-Sanierungen jene Anbieterfirmen, die letztlich den Zuschlag erhalten, die ihnen zugedachten Arbeiten nicht selbst ausführen, sondern umgehend „billige“ ausländische Subfirmen beauftragen, gehen in Wien immer mehr gelernte Installateure, Elektriker, Maler, Fliesenleger usw. stempeln…– WIFF sagt „NEIN“ zu solchen Praktiken.

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„Sanierte“ Wohnhausanlage Aistgasse/Kainachgasse.

 

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Desolater Gemeindebau in der Frömmlgasse – die Mieter warten seit Jahren auf die Sanierung.