Nach Parkstraforgien in der Edelsteinsiedlung: Bewohner auf den Barrikaden.

„Seit rund 70 Jahren lebten und leben unsere Vorfahren und wir in unserer Siedlung in Ruhe und Zufriedenheit und hatten keine Parkplatzprobleme in unseren Gassen. Erst seit rundum gebaut wurde, haben viele Bewohner der neuen Wohnblocks unsere Siedlung als idealen Parkraum für ihre Fahrzeuge entdeckt. Mit dem Ergebnis, dass sich nach einer anonymen Anzeige jetzt die Parksheriffs tagtäglich die Finger wund schreiben“, schildern zahlreiche Siedlungsbewohner im Gesprächen mit WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek die Situation in den letzten Tagen und fordern jetzt mit Hilfe einer groß angelegten Unterschriftenaktion Lösungen seitens der Politik ein.

„Fakt ist“ – so Schimanek – „dass laut Straßenverkehrsordnung in Gegenverkehrsbereichen ein beidseitiges Parken nur dann erlaubt ist, wenn zumindest zwei Fahrbahnen frei bleiben. Und das ist in dieser und in vielen anderen Floridsdorfer Siedlungen leider nicht der Fall. Andererseits ist es aber auch nicht akzeptabel, dass beispielsweise der Arzt, die Therapeutin, der Installateur oder auch Verwandten- und Freundesbesuche künftig in der Siedlung Runden drehen müssen, um dann weitab von ihrem eigentlichen Ziel mit etwas Glück einen Parkplatz zu finden. Ganz zu schweigen von älteren Siedlungsbewohnern, die etwa auf Gehhilfen angewiesen sind“.
 
Vor einiger Zeit gab es bereits eine diesbezügliche Bürgerbefragung zu einem möglichen Einbahnsystem in der Siedlung. Diese Abstimmung endete allerdings mit einer Pattstellung, sodass danach von etwaigen Maßnahmen abgesehen wurde.
 
„Jetzt aber ist die Zeit zum Handeln gekommen. Da die Parksheriffs tagtäglich ihre Strafrunden drehen, habe ich mir daher vom Obmann der Floridsdorfer Verkehrskommission, Josef Fischer die Zusage eingeholt, dass gemeinsam mit der Magistratsabteilung 46 raschestmöglich eine Lösung erarbeitet werden soll“, hofft Schimanek auf ein baldige Lösung.