Nach Rollator-Entfernung durch Wiener Wohnen: 84jährige stürzt und erleidet schwerste Verletzungen

 

Weil die 84jährige gehbehinderte Rosa F. aus der Floridsdorfer Grabmayergasse 3 ihren Rollator nicht über die Stiegen von bzw. zu ihrer ersten Stock gelegenen Gemeindewohnung schleppen kann, hatte sie das Gerät stets im Stiegeneingang, aber ohne jede Beeinträchtigung des laut Feuerpolizeigesetz frei zu haltenden Fluchtweges (siehe Foto), abgestellt. Sehr zum Missfallen des „Hausherrn“ Wiener Wohnen, denn dieser ließ die Gehhilfe kurzerhand entfernen.

Ossi-neu2Die traurige Folge dieser Maßnahme: Die Pensionistin – statt auf den Rollator nur auf einen Gehstock gestützt – wollte mit ihrem kleinen Hund „Gassi“ gehen, kam zu Sturz, zog sich dabei einen Oberschenkelhalsbruch sowie mehrere Rippenbrüche zu und landete nach einer Notoperation für mehrere Tage vorerst auf der Intensivstation. „Derzeit können die Ärzte im Spital noch nicht sagen, ob meine Oma je wieder wird gehen können“, ist auch Enkeltochter Nadja B. verzweifelt. Sie hat WIFF – Wir für Floridsdorf über den Vorfall informiert , „damit vielleicht anderen alten Menschen ein ähnliches Schicksal erspart bleibt“.rollator-fessl-1
Nach einem sofortigen Lokalaugenschein im Stiegenhaus ist WIFF-Bezirksrat Ossi Turtenwald (Bild ganz oben) über das Verhalten von Wiener Wohnen geradezu empört: „Diese Herrschaften sind päpstlicher als der Papst und handeln offenbar ohne zu denken. Denn durch den abgestellten Rollator wurde der frei zu haltende Fluchtweg in keinster Weise beeinträchtigt, weil ja lediglich die Stiegeneingangstür zu öffnen ist. Was ja auch unser WIFF-Foto eindeutig beweist. Ich fordere daher den für Wiener Wohnen verantwortlichen Stadtrat und Floridsdorfer SPÖ-Bezirksparteiobmann Ludwig auf, umgehend eine genaue Untersuchung des Falles anzuordnen und entsprechende Schadenersatzleistungen an das Unfallopfer prüfen zu lassen!“
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