Nach Vertuschung des geplanten Flüchtlingszentrums Siemensstraße: WIFF fordert Rücktritt von Bezirksvorsteher Papai

Nach Vertuschung des geplanten Flüchtlingszentrums Siemensstraße: WIFF fordert Rücktritt von Bezirksvorsteher Papai. „Er hat Bevölkerung und Bezirksparlament hintergangen!“
„Er selbst habe von den Plänen im Dezember 2015 erfahren“ erklärte Bezirksvorsteher Papai nach der von WIFF aufgedeckten Unterbringung von bis zu 900 Asylanten in den leer stehenden Siemens-Büros an der Siemensstraße in einer eilig einberufenen Pressekonferenz  . „Papai hat durch sein Stillschweigen sowohl das Floridsdorfer Bezirksparlament wie auch die Bezirksbevölkerung hintergangen. Als Bezirksvorsteher hätte er die Öffentlichkeit umgehend von dem Vorhaben informieren müssen“, sind die WIFF-Bezirksvertreter überzeugt und fordern den Bezirksvorsteher zum umgehenden Rücktritt auf. „Wer sonst, wenn nicht die Bezirksbewohner und die im Bezirksparlament vertretenen Fraktionen, hätte das unbedingte Recht auf Information durch die Politik!“, so die WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald.Flüchtlinge-Siemens2 (1)

Gratis-Unbauarbeiten durch „Jugend am Werk“ – Steuer zahlende Professionisten gehen leer aus

Derzeit werden die ehemaligen Siemens-Büroräume zu kleinen Wohneinheiten für die Asylanten umgebaut. „Hier arbeiten aber nicht Fachfirmen, die Steuer zahlen und Arbeitsplätze sichern. Vielmehr sind in den ehemaligen Büros Lehrlinge der städtischen Einrichtung „Jugend am Werk“ tätig. Und das kostenlos und obwohl es in Wien für die Jugendlichen ausreichende Ausbildungsplätze in den ‚Jugend am Werk‘-Lehrwerkstätten  gibt“, berichtet Hans Jörg Schimanek (WIFF) nach einem Lokalaugenschein vor Ort und fordert ein sofortiges Einschreiten der Wirtschaftskammer Wien.
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Zaun „auf eigene Kosten“…

Nicht akzeptabel ist für WIFF auch der an der Grundgrenze zu den Anrainern errichtete Bauzaun als Abgrenzung zu dem Flüchtlingsareal. „Dieser Zaun ist mit zwei Handgriffen verschiebbar. Die Aussage, wenn man einen höheren und sichereren Zaun wolle, müsse man diesen – auch durch eine eigene Bauverhandlung genehmigt – auf eigene Kosten errichten, beweist deutlich die Realitätsferne der in diesem Fall tätigen Herrschaften“, so Bezirksrat Schimanek.

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