Nach WIFF-Initiative für gehbehinderte Gemeindemieter: Versprochene „Rollator-Offensive“ von Stadtrat Ludwig (SPÖ) im Sande verlaufen… – WIFF schlägt Ludwig eine Bedarfserfassung in den Wiener Gemeindebauten vor

Im Vorjahr hatten die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald rücksichtslose Vorgangsweisen von Wiener Wohnen gegenüber auf Gehhilfen angewiesenen Gemeindebau-Bewohnern aufgedeckt. Mit Hinweis auf das neue Feuerpolizeigesetz durften die Betroffenen plötzlich ihre Gehhilfen nicht mehr in den Stiegenhäusern abstellen, eine Alternative wurde nicht angeboten.

„Manchen Leuten wurden die Rollatoren sogar gewaltsam durch Abzwicken der Sicherungsketten entfernt. Viele auf Stiegen ohne Lift wohnenden Mieter waren bzw. sind allerdings körperlich einfach nicht in der Lage, ihren Rollator über die Stiegen in oder aus der Wohnung bzw. den Keller zu transportieren und waren bzw. sind daher nur noch in den eigenen vier Wänden praktisch gefangen“, so die beiden WIFF-Bezirkspolitiker. – Der von WIFF ausgelöste Shitstorm über diese unmenschlichen Zustände war damals dem zuständigen Wohnen-Stadtrat Ludwig (SPÖ) zu laut und binnen weniger Tage wurden den von WIFF namhaft gemachten Bewohnerinnen aus der Justgasse 29 direkt vor ihrer Stiege eigene Rollatorboxen installiert. „Wofür wir dem Herrn Stadtrat auch recht herzlich gedankt und uns über sein Versprechen, allen betroffenen Gemeindemietern durch Wiener Wohnen solche Boxen zur Verfügung stellen zu lassen, sehr gefreut haben. Doch leider ist es – zumindest bei uns in Floridsdorf – nicht zur Einhaltung des Stadtratversprechens gekommen. Sowohl in der Justgasse wie auch in der Großfeldsiedlung warten gehbehinderte Menschen in ihren Gemeindebauten bereits mehr als fünf Monate vergeblich auf die versprochenen ‚Rollator-Garagen‘ vor den Haustoren“, so WIFF-Bezirksrat Turtenwald.
Da die Zahl der älteren und mit der Zeit oft gehbehinderten Menschen auch in den Gemeindebauten ständig steigt, schlägt WIFF dem Wohnen-Stadtrat vor, mittels Umfrage samt Antwortkuvert die Bedarfszahl von Rollator-Abstellplätzen zu eruieren und danach umgehend tätig zu werden. „Es ist schlicht und einfach unmenschlich, gehbehinderten Menschen die Möglichkeit der Fortbewegung auch im Freien zu verwehren, zudem hebt ja Wiener Wohnen für solche Rollator-Boxen auch einen monatlichen finanziellen Beitrag ein. Woran es offenbar immer wieder scheitert, ist die dem ‚Moloch Wiener Wohnen‘ eigene Unbeweglichkeit. Hier hat Wohnen-Stadtrat Ludwig akuten Handlungsbedarf“, so  Schimanek und Turtenwald abschließend.
Ludwig-Versprechen nach WIFF-Initiative von Dezember/Jänner 2o17 Frau A. Lackinger, eine der ersten, aber bisher leider auch letzten Nutznießerinnen der WIFF-Initiative, vor der schon vor Monaten vor ihrer Stiege installierten Rollatorbox in der Justgasse 29, Stiege 26 Wenige Stiegen in der Justgasse 29 weiter, auf Stiege 38, warten Frau Anneliese Zentner und Frau Elisabeth Medved bisher vergeblich auf Rollator-Boxen vor der Stiege. Ebenso Frau Schwarz auf Stiege 33. Wollen die Frauen einmal ins Freie, benötigen sie jemand, der ihnen die Gehhilfen von den Wohnungen die Stiegen hinunter und wieder hinaus trägt. Besonders gefährlich auf Stiege 38: „Hier fehlt sogar der auf anderen Stiegen vorhandene und vor allem für ältere Menschen besonders wichtige Handlauf“, übt WIFF-Bezirksrat Ossi Turtenwald heftige Kritik am „Moloch Wiener Wohnen“ und dem hierfür verantwortlichen Wohnen-Stadtrat Ludwig. Gleiches Szenario wie in der Justgasse auch in der Großfeldsiedlung, Pastorstraße 2/3: Hier warten Frau Erika Neubürger, Frau Anna Hummel und Frau Charlotte Prohaza seit Monaten auf die nach der Ludwig-Ankündigung beantragten Rollator-Boxen.
„Gustostückerl“ an Wiener Wohnen-Inkompetenz: Die Überwindung des hohen Stiegenvorbaues ist für Rollatornutzer stets mit Gefahr und höchster Kraftanstrengung verbunden.