Nach WIFF-Initiative wegen eines seit Monaten ungenützten Baugerüstes vor Wohnungsfenstern: Ausreden von Wiener Wohnen werden immer dreister.

„Eine derartige Ausrede muss man sich erst auf der Zunge zergehen lassen“, schütteln die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald ihre Köpfe über Wiener Wohnen. Denn auf Nachfrage der Tageszeitung „HEUTE“ um eine Stellungnahme zu den Vorwürfen von WIFF betreffend ein seit 2017 ungenütztes Baugerüst direkt vor den Fenstern eines Gemeindebaues in der Oswald Redlich-Straße (GFS) fiel Wiener Wohnen nur die nachgerade peinliche Ausrede ein: Das Gerüst erfülle eine wichtige Funktion zur Absicherung der Fassade, die Reparaturen würden in Kürze beginnen…
„Warum hat man mit den Reparaturarbeiten nicht schon im Herbst 2017 gleich nach der Aufstellung des Gerüstes begonnen, sondern die Hausbewohner hinter den Abdeckungen schmoren lassen. Wir werden im Auftrag der Bewohner jedenfalls bei der Betriebskostenabrechung für den Bau genau darauf achten, dass die auflaufenden Kosten nicht etwa via Erhaltungsbeitragskonto zu Lasten der Mieter gehen“, so die beiden Bezirkspolitiker nicht ohne einen Zuruf an die Adresse des neuen Bürgermeisters Ludwig: „Da hat der bis vor kurzem für Wiener Wohnen alleinverantwortliche Herr Ludwig seiner Stadtratsnachfolgerin Gaal ein trauriges Erbe hinterlassen…!“