Neben drei Gartesiedlungen: Asbestalarm auf Wohnungs-Großbaustelle

Asbest-Alarm an der Großbaustelle auf dem ehemaligen Siemens-Gelände: Das nächst drei Gartensiedlungen gelegene Objekt 19 soll abgerissen werden, derzeit sind Entkernungsarbeiten im Inneren des mehrstöckigen Gebäudes im Gang.

Doch obwohl ein behördlich aufgetragener Schad- und Störstoff-Befund eindeutig hochgefährliche Asbestvorkommen bestätigt, scheint man an der Baustelle eher locker mit der vorhandenen Gefahr umzugehen, obwohl das Einatmen von Asbeststaub zu schweren Lungenschäden und zum frühzeitigen Tod führen kann. Offene Abfallsäcke und Arbeiter ohne Schutzausrüstung prägen das Bild.
 
Für den Sprecher der „Bürgerinitiative Siemensäcker“, Helmut Sommerer, besteht „Alarmstufe rot“: „Wie kommen wir als benachbarte Siedler dazu, durch vom Wind verwehten Asbeststaub gefährdet zu werden, ganz zu schweigen von den direkt dort tätigen Arbeitern, die von der eklatanten Gefahr offenbar gar nichts ahnen“, übt Sommerer heftige Kritik.
 
WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek sieht nach einem Lokalaugenschein zumindest einen kleinen Lichtblick: „Morgen früh (23. Juli /Anm.) hat das kurzfristig verständigte ‚Büro für Sofortmaßnahmen‘ bei der Magistratsdirektion Wien einen Behördeneinsatz an der Baustelle angeordnet. Wenn es um Gesundheit und Menschenleben geht, muss im Bedarfsfall einfach hart durchgegriffen werden!“.
Laut Floridsdorfer Zeitung – DFZ waren mittlerweile waren mehrere zuständige Behörden, etc vor Ort und sagen gegenüber der DFZ, dass alles in Ordnung sei und vorbildlich gearbeitet wäre. Die Aufregung wäre darauf zurückzuführen, dass Bigbags mit Aufschrift Asbest vor dem Haus stehen, in dem sich aber kein asbesthaltiges Material befinden soll.