Neben Paul Hock-Park: Familien wehren sich erfolgreich gegen Parkplatzvermietung vor ihren Wohnungsfenstern.

Fast alle Bewohner des großen Wohnblocks in der Brünner Straße 31 hatten sich einst für Kauf oder Miete ihrer neuen Wohnungen entschlossen, weil ihre Räume zum Grün des benachbarten Paul Hock-Parks ausgerichtet sind. Getrennt nur durch eine schmale „Privatstraße“ ohne Fahrzeugverkehr.

Ausschließlich die Warenanlieferung für die im Haus befindliche Spar-Filiale erfolgt über diese Verbindung zwischen Brünner Straße und Gerichtsgasse. Und eben um diese „Privatstraße“ ist jetzt ein heftiger Streit entbrannt, denn beim Ankauf der Liegenschaft hatte der Bauträger GSG offenbar auf den Erwerb auch der „Privatstraße“ verzichtet.
 
Was jetzt dazu führte, dass der Eigentümer auf seiner „Privatstraße“ Parkflächen für Zweiräder und Pkw einzeichnen ließ und diese Plätze vermieten will. „Direkt vor unseren Fenstern und dem Grün des Parks. Hätten wir das gewusst, hätten wir uns die Wohnungen hier niemals genommen“, so empörte Hausbewohner, die sich schließlich an WIFF-Wir für Floridsdorf um Hilfe gewandt hatten, nachdem einem vorherigen Ersuchen vom April an Bezirksvorsteher Papai kein Erfolg beschieden war.
 
Danach kam endlich Bewegung in den Fall: „Nach einem Treffen mit 23 Hausbewohnern habe ich umgehend mit Bezirksratskollegen und Obmann der Verkehrskommission, Josef „Pepi“ Fischer (SPÖ), Kontakt aufgenommen. Einfach nach dem Motto ‚Gemeinsam geht’s besser‘. Pepi Fischer hat dann für 3. Juni einen Test der Feuerwehr mit einem Kranwagen in die Wege geleitet, um für den Ernstfall den etwaigen Platzbedarf zu eruieren.
 
Für die Betroffenen unerwartet, aber umso erfreulicher, meldete sich schon zwei Tage später, am 5. Juni, letztlich auch BV Papai in Beantwortung des im April an ihn gerichteten Ersuchens um Unterstützung zu Wort und teilte mit, laut einer Information der zuständigen Magistratsabteilung 37 sei die Markierung/Errichtung der gegenständlichen Parkplätze illegal erfolgt. Eine Genehmigung von Parkplätzen sei aufgrund der bestehenden Widmung nicht möglich“, schildert WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek die Entwicklung des Falles.
 
„Ich hoffe, der Eigentümer der ‚Privatstraße‘, der sich anlässlich des Feuerwehreinsatzes gegenüber Kollegen Fischer und mir überaus kooperativ zeigte, nimmt diese – wenn für ihn auch unerfreuliche – Feststellung der MA 37 zur Kenntnis“, so der WIFF-Lokalpolitiker abschließend. – Fotos: Franz Hödl.