Neue Wohnungen in Neu-Donaufeld: Bürger fordern Recht auf Mitgestaltung!

Nicht gerade bürgerfreundlich agiert die MA 21, wenn es um die Information interessierter Bürger betreffend die Verbauung der ehemaligen Gärtnergründe im Bereich Donaufelder Straße in Richtung Alte Donau geht. Laut Mag. Heinz Berger, Sprecher der Bürgerinitiative „Lebenswertes Donaufeld“ habe der Infocontainer der MA 21 nur jeweils Mittwoch für zwei Stunden geöffnet und sei überdies für interessierte Bürger nur schwer erreichbar. Jetzt nehmen viele Anrainer die Info-Arbeit selbst in die Hand. „Wenn die Stadt keine echte Bürgerbeteiligung durchführt, müssen wir es eben selber machen“, so Berger.

Völlig in Vergessenheit geraten ist die Vorgeschichte des Bebauungsprojektes in Neu-Donaufeld. Hatte die grüne Vizebürgermeisterin Vassilakou einstmals noch vom Bau von etwa 1.000 neuen Wohnungen gesprochen und damit durchaus Verständnis bei der Donaufelder Bevölkerung erreicht, sollen es jetzt bereits 6.000 Einheiten werden. Und Skeptiker sprechen gar schon von 8.000 neuen Wohnungen.
„Von Vassilakou & Co. ist seltsamerweise kein Veto zu hören, kein Wunder daher, dass die Grünen in Floridsdorf, werden sie darauf angesprochen, auf Tauchstation gehen. Auch sie haben doch ursprünglich 1.000 neue Wohnungen als Maximum für den gegenständlichen Bereich bezeichnet“, erinnern die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald.

Sie bemängeln, dass die rot&grüne Mehrheit in der Bezirksvertretung bei ihren Regierenden im Wiener Rathaus zu wenig Durchsetzungswillen an den Tag legt, wenn es um Interessen des Bezirkes geht. „Wenn es künftig um die Umsetzung von Wohnprojekten geht, muss zugleich die Infrastruktur passen. Für die Bewohner von 8.000 neue Wohnungen ist aufgrund der örtlichen Gegebenheiten aber vor allem die Schaffung einer unbedingt erforderlichen Verkehrsinfrastruktur gar nicht möglich. Mit angekündigten Intervallverkürzungen bei der Straßenbahn wird man die entstehenden Probleme nicht lösen können“, so die beiden Bezirkspolitiker abschließend.

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Fotos (z. V. g.): Wer solche Flächen zubetonieren will, sündigt auch auf Kosten nachfolgender Generationen.