Neuer Gemeindebau Ödenburger Straße: „Zeitplanung menschenfeindlich!“

Stolz präsentierten jüngst die Wiener Wohnen-Stadträtin Gaal und Bezirksvorsteher Papai (beide SPÖ) den Medien das geplante Gemeindebauprojekt auf den ehemaligen Roigk-Gründen zwischen Koloniestraße und Ödenburger Straße. Dort soll bis zum Jahr 2023 ein siebenstöckiger Bau mit insgesamt 74 Gemeindewohnungen errichtet werden. Nicht die Errichtung neuer Gemeindebauten, vielmehr der Zeitplan fordern allerdings zu Kritik heraus.

„Abgesehen davon, dass die SPÖ-Wahlankündigung 2015, wieder Gemeindebauten errichten zu wollen, satte fünf Jahre auf sich warten ließ, ist es geradezu menschenverachtend, in unmittelbarer Nähe der knapp vor der Gesamtfertigstellung stehenden und schon bald zur Gänze bezogenen Wohnanlage auf den Roigk-Gründen diese Bewohner drei Jahre lang Lkw- und Baulärm sowie immenser Staubbelastungen auszusetzen“, so die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald.
 
Zudem erinnern die beiden Bezirkspolitiker daran, dass nach dem längst geplanten Auszug der beiden dort ansässigen Firmen Lohberger (Tankstelle und Transportunternehmen) und „Sild“ (Lebensmittel-Großmarkt für Wiederverkäufer) auf deren Areal weitere Großbaustellen zu erwarten sein werden. „Dies bedeutet für die Bewohner der dortigen Wohnhausanlagen, weitere Jahre inmitten von Staub und Lärm leben zu müssen. WIFF fordert daher, sowohl den geplanten Gemeindebau wie auch etwaige Bauvorhaben auf den beiden Firmengeländen in einem Zug durchzuziehen und daher bei den Ablöseverhandlungen für die beiden Firmengrundstücke endlich Dampf zu machen“, so Schimanek und Turtenwald an die Adresse von Bürgermeister Ludwig.– Fotos: Franz Hödl.