Neuer KAV-Plan: Weniger diplomiertes Personal für Geriatriezentren – Negative Auswirkungen für Patienten und auch alle Mitarbeiter befürchtet

Wie von WIFF – Wir für Floridsdorf kürzlich aufgedeckt, plant man beim Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) nach der „Ausgliederung“ auch personelle Eingriffe in das derzeitige System der städtischen Geriatriezentren. Zur Zeit stehen etwa 80 Prozent an diplomiertem Pflegepersonal rund 20 Prozent Pflegehelfer (Pflegeassistentinnen bzw. -assistenten) gegenüber. Dieses Verhältnis soll künftig auf 60:40 geändert werden – wohl um Kosten zu sparen.

„Dies wird sich aber auch auf die Qualität der Betreuung und vor allem auf den Leistungsdruck sowohl auf das diplomierte Personal wie auch auf die Pflege-Assistenz auswirken“, ist WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek überzeugt. „Es soll keinesfalls die Leistung des Assistenzpersonals geschmälert werden. Aber dieses darf eben gewisse Tätigkeiten an den und für die Patienten nicht ausüben. Selbst wenn man dazu allein schon aus Erfahrung durchaus in der Lage wäre. Der künftig erhöhte Druck auf Ärzte und diplomierte Pflegerinnen und Pfleger wird daher unzweifelhaft auch die Tätigkeit der Assistentinnen und Assistenten nicht gerade positiv beeinflussen“.