Nordrandsiedlung: Peinliche Auftritte von Ludwig&Papai

Das hatten Bürgermeister Ludwig und Parteifreund Bezirksvorsteher Papai (beide SPÖ) wohl nicht erwartet. Anlässlich des SPÖ-Grätzelfestes in der Floridsdorfer Nordrandsiedlung wurden sie nämlich nicht nur von Parteigenossen, sondern auch von zahlreichen Bewohnern anderer Siedlungen im Bezirk empfangen. Letztere forderten Antworten auf die allen gemeinsame Frage, wieso der Bürgermeister es zulassen könne, dass gewachsenes grünes Siedlungsgebiet durch richtiggehende „Monsterbauten“ systematisch zerstört wird.

„Wenn man dann vom Bürgermeister und seinen Adlaten hören muss, dass hierfür die Grünen als SPÖ-Koalitionspartner verantwortlich seien und man doch am 11. Oktober SPÖ wählen solle, weil nur mit Mehrheit könne man Flächenwidmung&Bauordnung ändern, dann erübrigt sich wohl jedes weitere Wort“, schilderten mehrere Fragesteller WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek ihre gemachten Erfahrungen. „Das Tüpferl auf dem ‚i‘ erlaubten sich schließlich zwei Ludwig-Mitarbeiter gegenüber später kommenden, aber in gleicher Sache fragenden Siedlern mit den Worten: ‚Das hören wir jetzt schon zum 17. Mal! Können Sie nicht über etwas anderes reden?“, so Augen- und Ohrenzeugen dieses „bürgernahen Verhaltens“.
 
Für Hans Jörg Schimanek, Bezirkspolitiker und WIFF-Spitzenkandidat bei der Gemeinderatswahl, „eigentlich unfassbar! Die brüskierten Siedler zählen da wohl mit Sicherheit nicht zu den von der Tageszeitung ‚Österreich‘ genannten 42% Ludwig-Fans(siehe Foto)“ Und Schimanek weiter: „Was hätte Ludwig&Co. denn gehindert, die Grünen – vielleicht sogar schon zu Vassilakous Zeiten – kurzerhand aus der Koalition vor die Tür zu setzen und sich andere Partner zu suchen? Oder sich etwas früher der Wien-Wahl zu stellen? Den Steuer zahlenden Wienerinnen und Wienern wären dadurch zahlreiche sündteure Blödheiten wie etwa Nebelduschen, mobile Bäume, unsinnige Radwege, das Gürtelbad oder die ‚Kunstwerke‘ vor dem Amtshaus Am Spitz erspart geblieben“.
 
Für die Veranstalter des Grätzelfestes, die dortige SPÖ-Sektion, findet der WIFF-Politiker aber auch lobende Worte: „Emsige Hände haben dafür gesorgt, dass sich die Grünfläche auf dem Möllplatz schon am Morgen nach der Veranstaltung wieder sorgfältig gesäubert präsentierte. Lediglich ein ‚verlassener‘ Bierbecher und zwei Mobil-WC’s erinnerten noch an die bis in die Abendstunden andauernde Wahlveranstaltung“.
Fotos: Franz Hödl, „Österreich“.