Nordrandsiedlung: Spät, aber doch – Bürger sollen über Flächenwidmung entscheiden.

Nach den in jüngster Zeit in Teilen der Nordrandsiedlung begangenen „Bausünden“ (O-Ton verärgerter Bewohner) scheint nunmehr auch bei der rot&grünen Stadtpolitik ein Umdenken eingekehrt zu sein.

Siedlerobmann Gottfried Krause und Arch. Erwin O. Sauerzapf, beide Kämpfer gegen die zuletzt praktizierte Dichtverbauung, zeigen sich „angenehm überrascht“: „Wir begrüßen das Vorhaben des Bezirkes, uns Bewohnern der Nordrandsiedlung demnächst Vorschläge für eine veränderte Flächenwidmung zur Entscheidung vorlegen zu wollen. Da kann dann jeder selbst entscheiden, ob ihm eine Sicherung der Wohn- und Lebensqualität samt Erhalt herrlicher Bäume mehr wert ist, als ein einträglicher etwaiger Verkauf seines Grundstückes an einen Bauträger!“

Um vor dieser Bürgerentscheidung, deren Ergebnis von der Behörde für eine neue Flächenwidmung berücksichtigt werden soll, weitere „Schnellschüsse“ der Baulobby zu verhindern, fordern die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald bis zur Rechtskraft einer neuen Flächenwidmung die Verhängung einer sofortigen Bausperre.