Nordrandsiedlung: Trotz behördlicher Bausperre zwei neue Doppelhäuser genehmigt

Am 24. Oktober 2018 hat der Wiener Gemeinderat der auch von der Floridsdorfer Bezirksvertretung unterstützten Forderung des Siedlervereins Nordrandsiedlung entsprochen und über das Gebiet eine vorerst bis 15. November 2021 geltende Bausperre verhängt.

„Wie ist es dann möglich, dass trotz dieser Bausperre, die ja der Verhinderung einer weiteren Zerstörung unseres Siedlungsgebietes dienen soll, in der Iselgasse zwei neue Doppelhäuser errichtet werden dürfen“, wundern sich besorgte Anrainer anlässlich eines Lokalaugenscheines mit WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek.
 
Tatsächlich ist auf der gegenständlichen Grundfläche der Abbruch des Althauses bereits erfolgt, „ebenso ist es auch Tatsache, dass das Doppelhäuser-Projekt der Bauträger GmbH Lehner&Trompeter von der MA 21 B trotz der geltenden Bausperre positiv beurteilt wurde und einer Verwirklichung daher offenbar nichts mehr im Wege steht“, so Schimanek. Die Begründung für die Genehmigung: „Das vorliegende Projekt ist mit den dargelegten Zielen der Stadtplanung vereinbar und stellt keine Beeinträchtigung des örtlichen Stadtbildes dar“.
 
„Wenn diese Feststellung der MA 21 B stimmt, muss sich das Projekt aber sehr deutlich von jenen zahlreichen Gewerken unterscheiden, die bereits das Ortsbild nicht nur in der Nordrandsiedlung – selbstverständlich jeweils mit freundlicher Genehmigung von Behörden und Politik – gröblichst zerstören“, so der WIFF-Bezirkspolitiker abschließend.