NR-Wahl 2017: Ludwigs Floridsdorfer SPÖ fährt höchste Verluste aller Wiener Minus-Bezirke ein – Traum vom Bürgermeisteramt für den Wohnen-Stadtrat ausgeträumt?

War dem Wiener Wohnen-Stadtrat und Floridsdorfer SPÖ-Chef Ludwig seine „Selbsternennung“ zum Häupl-Nachfolger und künftigen Wiener Bürgermeister vor allem bei den unentschlossenen Genossen nicht gerade förderlich, dürfte das Ergebnis der Nationalratswahl in Ludwigs Heimatbezirk Floridsdorf die Chancen auf den Bürgermeistersessel noch weiter dezimiert haben. Denn Floridsdorf ist nach so manchen negativen roten Ausrufungszeichen der jüngsten Vergangenheit auch diesmal im Kreise der SPÖ-Stimmenverlierer zu finden. Und zwar – im Gegensatz zu dem roten Wiener Gesamtplus – mit letztlich rund minus 2,9% der SPÖ-Stimmen an der Spitze der Verliererbezirke. –

„Nach dem nach wie vor unbewältigten Chaos bei Wiener Wohnen und der bei der Bezirksvertretungswahl 2015 sogar samt den Stimmen des grünen Koalitionspartners verlorenen Mehrheit im Floridsdorfer Bezirksparlament bedeutet das schlechteste Wiener SP–Bezirksergebnis bei der NR-Wahl 2017 nunmehr wohl einen ganz dicker Strich durch Ludwigs „Bürgermeister“-Rechnung“, sind jetzt sogar manche Ludwig-Befürworter im Floridsdorfer SPÖ-Parteivorstand überzeugt. „Und auch die bisherige Unterstützung für Ludwig aus dem einen oder anderen Bezirk hat sich nach dem auch angesichts des Wechsels vieler ehemaliger Grün-Wähler zur SPÖ für uns nicht erklärbaren Floridsdorfer Minus-Ergebnis verflüchtigt“, so ein SPÖ-Vorstandsmitglied hinter vorgehaltener Hand im Gespräch mit WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek.–
 
Fest steht jedenfalls, dass es in der Frage der Häupl-Nachfolge in Präsidium und Vorstand nicht nur der Wiener SPÖ ziemlich laut hergehen wird…
 
PS:
Die Im Bild (Kronenzeitung vom 16. Oktober) angeführten minus 3,3% für die Floridsdorfer SPÖ stammen aus dem ersten Auszählungsergebnis und haben sich inklusive der Stimmkarten letztlich noch auf minus 2,87 % „verbessert“.