Obere Alte Donau: „Badefreuden“ auf Felsbrocken und Eisentrümmern – WIFF-Turtenwald: „Lade Umweltstadträtin Sima gerne zu einem Lokalaugenschein ein“.

Als vor mehr als zehn Jahren die direkte Verkehrsverbindung zwischen Floridsdorf und der Donaustadt – der Bereich „An der Oberen Alten Donau“ – gesperrt wurde, lautete die Begründung der Stadtverwaltung vielversprechend: „Wir wollen aus dem nördlichen Ufer der Oberen Alten Donau nach dem Muster in der Donaustadt ein Erholungs- und Badeparadies gestalten“. Einen der tatsächlichen Hauptgründe für die Sperre der Straße, die dortige Wohnadresse eines engen Verwandten des damaligen Finanzstadtrates Sepp Rieder (SPÖ), konnte man damals im Rathaus nur hinter vorgehaltener Hand erfahren. –

 
Was aus den seit damals regelmäßig wiederkehrenden Versprechen vom „Badeparadies“ zum Teil geworden ist, davon konnte sich jüngst WIFF-Bezirksrat Ossi Turtenwald anlässlich einer von einigen Donaufelder Bürgern organisierten Führung überzeugen. Der Bezirkspolitiker danach an die Adresse von Umweltstadträtin Sima: „Im östlichen Bereich nächst der Bootsvermietung Hofbauer ist ja Einiges geschehen, je weiter man aber in Richtung Floridsdorf geht, umso weniger ist von dem einst versprochen „Badeparadies“ zu bemerken. Und bei den Zuständen etwa auf Höhe Fultonstraße nächst dem großen Kinderspielplatz kann man dann nur noch von einem Skandal sprechen. Der dortige Einstieg ist völlig veralgt und daher immens rutschig, vor allem für Kinder und ältere Menschen ohne Sturz kaum bewältigbar. Und wer von der Uferböschung oder von den zum Teil schon vermorschten Holzstegen ins Wasser steigt, sieht sich dort spürbar mit spitzen Felsbrocken oder versenkten Eisentrümmern konfrontiert. Ich lade daher Frau Umweltstadträtin Sima, die ja selbst an der Oberen Alten Donau immer wieder ein paar Mußestunden verbringt, zu einem gemeinsamen Lokalaugenschein auch mit badefreudigen Donaufelder Bürgern ein“. –
 
Zu hinterfragen wären laut Turtenwald letztlich auch die unterschiedlichen Aktivitäten des Mähbootes auf der Oberen Alten Donau: „Im unteren Bereich Richtung Kagraner Brücke, dort wo die Familie Hofbauer ein Gastrolokal samt Bootsvermietung betreibt, ist das Mähboot angeblich weitaus öfter im Einsatz als im Floridsdorfer Bereich Fultonstraße/Umgebung. Das wird doch wohl nicht daran liegen, dass der mit der Algenmahd auf der Alten Donau beauftragte Mähbootbetreiber Hofbauer heißt…“.