Ödenburger Straße: Vom einstigen Vorzeige-Bau zur gesundheitsschädlichen „Schimmelburg“ – WIFF: „Totalversagen der ehemaligen SPÖ-Wohnen-Stadträte Ludwig und Faymann!“

Im einstigen Vorzeige-Gemeindebau in der Ödenburger Straße 73 – 85 herrscht „Ausnahmezustand“. Seit WIFF – Wir für Floridsdorf die ob der alten Bausubstanz, desolater Türen und Fenster sowie vor allem aufgrund von Schimmelbildung bestehende akute Gesundheitsgefährdung vieler Mieter öffentlich gemacht hat, fordern immer mehr Bewohner den sofortigen Sanierungsstart.

„Ich wohne seit Übergabe der Anlage im Winter 1962 hier, seither ist außer den üblichen kleinen Reparaturen praktisch nichts geschehen. Unter den völlig undichten Fenstern müssen wir Handtücher zum Auffangen des Kondenswassers auflegen, immer wieder kommt es in den Räumen zu Schimmelbildung. Zweimal hat ‚Wiener Wohnen‘ auf mein Drängen den Schimmelpilz beseitigt, abschließend hat man mir eine Spraydose in die Hand gedrückt und gemeint: ‚Damit können Sie etwaige Schimmelflecken selbst besprühen!‘. Jetzt ist der Schimmel wieder da. Und vor zwölf Jahren wurde die Fernwärme eingeleitet, auf das Ausmalen der Stiegenhäuser danach warten wir auch heute noch“, so die empörte Altmieterin Renate H. zu WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek.
 
Tatsächlich wurde den Mietern die Generalsanierung der Anlage bereits für 2009 versprochen, für Schimanek „wieder einmal ein Paradebeispiel für die skandalösen Zustände bei ‚Wiener Wohnen‘. Heute müssen zahlreiche Bewohner, oft sogar mit Babys und Kleinkindern, wegen der Versäumnisse des einstigen Wohnen-Stadtrates (2007 bis 2018) und nunmehrigen Bürgermeisters Ludwig sowie seines Vorgängers Faymann (1994 – 2007), beide SPÖ, um ihre Gesundheit fürchten!“
 
Schimanek und sein WIFF-Bezirksratskollege Ossi Turtenwald fordern jetzt die Ludwig-Nachfolgerin im Wiener Wohnressort, Vizebürgermeisterin Gaal (SPÖ), eindringlich auf, bei ‚Wiener Wohnen‘ ein Machtwort zu sprechen. „Gaal ist für die Versäumnisse ihrer Amtsvorgänger Ludwig und Faymann nicht verantwortlich, sie muss bei künftigen Sanierungen allerdings darauf achten, dass rasch und ordentlich gearbeitet wird und sich langzeitliche Sanierungsexzesse samt explodierenden Kosten, wie unter Ludwig etwa in der Siedlung Amperegasse oder in der Jedleseer Straße passiert, nicht wiederholen“, so die beiden WIFF-Bezirkspolitiker.
In der DFZ bestätigt Wiener Wohnen, dass es noch heuer zu einer Sanierung kommen soll.