„Ökogebiet Siemensäcker“: „Wie versprochen, so gebrochen“…

Von einer „auch ökologisch durchdachten“ Wohnsiedlung auf den Floridsdorfer „Siemensäckern“ schwadronieren die „roten“ Bauherren, mit der „Sozialbau“ an der Spitze, seit Projektbeginn. „Die ungeschminkte Wirklichkeit sieht nach Bezug der ersten Wohnblocks leider gegenteilig aus. Wenn diese ‚Experten‘ einen lediglich 15 Meter breiten Grünbereich als ‚ökologisch durchdacht‘ bezeichnen, muss man unweigerlich die Frage stellen, ob sie während ihrer Schulzeit regelmäßig den ‚Naturkunde‘-Unterricht geschwänzt haben“, lässt Bürgerinitiative-Sprecher Helmut Sommerer kein gutes Haar an Bauherren und Planern.

Auch WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek übt heftige Kritik: „Statt den Rad&Gehweg durch den Grünstreifen – wie versprochen – in einer Breite von zwei Meter auszuführen, präsentiert sich der Asphaltstreifen jetzt sogar lieferwagengerecht, nämlich 2,20 Meter breit. Das Ergebnis: Siehe Foto“.
 
Aufklärung fordert Schimanek auch über die Praktiken der einzelnen Genossenschaften bei der Wohnungsvergabe. „Von einer seriösen Durchmischung (‚Copyright‘: Bgm. Ludwig/SPÖ) kann auf den Siemensäckern nicht einmal annähernd die Rede sein. Im Gegenteil: Ein Spaziergang zwischen den bereits bezogenen Wohnblocks lässt die eigentlich von niemand gewünschte ‚Ghettobildung‘ nicht nur vermuten“, so Schimanek und stellt die Frage in den Raum: „Wie werden wohl in zwei drei Jahren die Stiegenhäuser oder Aufzüge und bestimmt auch zahlreiche Wohnungen aussehen, wenn manche Mieter ihren Müll einfach über den Balkon entsorgen bzw. die Müllinseln selbst oftmals an fallweise via Fernsehen vermittelte Zustände in den unterentwickeltsten Gegenden unserer Erde erinnern?“